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Toleranz und Grenzen

In der BZ vom 1.11.2017 liest man eine sehr interessanten Kommentar über die Toleranz. Grundsätzlich ist Toleranz ja etwas sehr Positives für jede Beziehung. Das geht schon in „der“ Familie los, wo sich oft verschiedene Ansichten meist lautstark und auch handgreiflich Nachdruck verschaffen. Kinder werden oft „über Nacht“ zu Halbstarken oder Backfischen, die sich ihre Freiräume mit allen Mitteln oder Hinterlist erkämpfen müssen. Können es da besorgte Eltern tolerieren, daß die lieben Kleinen erst lange nach Mitternacht und dann noch mit verschiedenen Mittelchen zugedröhnt nach Hause kommen? Soll es eine finanziell knapp gehaltene Ehefrau tolerieren, daß sich ihr Ehemann sein kümmerliches Leben in geistigen Getränken ersäuft oder schöne Frauen finanziert? Sicherlich haben einige evangelische Würdenträger ihre allerdings kaum logischen Gründe dafür, die oft sehr unverständlichen katholischen Glaubensgrundsätze zu tolerieren. Schließlich hat der Luther-Martin nicht grundlos vor einigen Jahren eben diese Merkwürdigkeiten unter Lebensgefahr bekämpft. Heute, nach gut 500 Jahren, wird es als die große Errungenschaft angesehen, wenn „gläubige“ Katholiken gemeinsam mit weniger frommen Protestanten sauren Wein – oder das Blut des Herrn Jesus von Nazareth, seines Zeichens Zimmermann mit den bekannten Latschen, und trockenen Oblaten verspeisen. Dabei gucken alle Beteiligten sehr fromm und ergriffen in die Runde und sind vom ewigen Leben überzeugt. Nun denn... – Es können auch gemeinsame Veranstaltungen abgehalten werden, so man denn an die „christlichen“ Grundsätze und Erscheinungen glaubt. – In früheren Jahren, etwa im mittleren Alter, war „die“ katholische Kirche allerdings überhaupt nicht ein Ort der Toleranz – ganz im Gegenteil. Es herrschte Recht und Ordnung, Sicherheit und natürlich der Scheiterhaufen für die Ungläubigen. – Womit die enge Verbindung zum Islam hergestellt ist. Momentan wird von „der“ EU in Brüssel ein sehr positives Bild von der massenhaften islamischen Völkerwanderung nach Mitteleuropa gezeichnet. Einzelne Regierungen können keine großartigen Probleme erkennen, wenn sich ein völlig fremder Kulturkreis vergrößert. Man weiß zwar nicht genau, wer sich wo in der BRD aus welchen Gründen aufhält, ob es sich um einen minderjährigen Jugendlichen oder frommen Gefährder handelt, oder um jemanden, der aus familiären Gründen seine leidende Familie nachziehen lassen möchte. – In diesen aufgeheizten Zeiten wird das Wort „Toleranz“ sehr groß geschrieben. Wer allerdings der Toleranz eine gesunde Skepsis entgegenbringt, wird als radikaler Rechtsaußen verunglimpft. Tolerieren wird vermutlich mit Anerkennen oder Dulden gleichgesetzt. Jedoch ist „erdulden“ nicht ganz so positiv. Das Verhalten des muslimischen Ziegenzüchters Erdogan kann toleriert werden, muß aber nicht. Es kann auch nicht von den muslimischen, ferngesteuerten Verbänden alles Mögliche aus Gründen der Toleranz verlangt werden, was die Spannungen in diesem Lande weiter verschärft. Ob es sich hier um die Gebetsteppichausgabe in Schulen handelt oder die Kleiderordnung für türkische Mädchen aus Gründen der Religionsfreiheit. Muß die schmerzhafte Beschneidung geduldet werden, oder die angsteinflößende Vollverschleierung nach Art der Nikab-Nora? Wie weit geht die Toleranz unserer Rechtsprechung gegenüber der „göttlichen“ Scharia? Und wie steht es mit der tödlichen Familienehre aus religiösen „Gründen“? Wo hören die „religiösen“ Gefühle von strenggläubigen Menschen auf und wo fängt der gefährliche Fanatismus – die Intoleranz – an? Unsere Behörden und auch Fernsehen und die öffentlich-rechtlichen Sender sollten klar und sehr deutlich feststellen, daß die Scharia und andere Merkwürdigkeiten hier absolut keine Gültigkeit haben. Toleranz kann und darf kein Schlüsselwort für objektives Mißtrauen sein und Ablehnen von diversen fremden oder „religiösen“ Dingen hat nicht unbedingt was mit rechtsradikal zu tun.

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