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der "Pantheismus" oder warum glaube ich nicht an einen Gott

Was ist Pantheismus? Pantheismus (griech. πᾶν pán „alles“ und θεός theós „Gott“) bedeutet, die Gottheit bzw. „das Göttliche“ in allen Erscheinungen der Welt zu sehen (Allgottglaube). Somit vertritt der Pantheismus die Ansicht, dass das Universum gleichbedeutend mit Gott sei. Der Pantheismus ist eher keine Religion, als eine Weltanschauung, und kennt keine Religionsstifter, bekennende Religionsgemeinschaften, heiligen Schriften, Institutionen, Rituale oder Dogmen. Auch sind die konfessionell religiösen Ver- und Gebote teils unvereinbar mit den Naturgesetzen, die der Pantheismus auf ein „Gott“ genanntes Höchstes Gesetz zurückzuführen sucht, so Platon im Begriff des „Demiurgen“ und Aristoteles in dem des „Unbewegten Bewegers“. Verschiedene Vertreter des Pantheismus haben durchaus unterschiedliche Hypothesen und Theorien entwickelt. Pantheistisches Gedankengut kann man auch bei Johann Wolfgang Goethe nachweisen (beispielsweise im Werther oder im Faust). In der Romantik und dem Biedermeier war der Pantheismus sehr verbreitet, vor allem unter Künstlern wie z. B. Caspar David Friedrich, Leopold Schefer, Hermann von Pückler-Muskau, Friedrich Theodor Vischer. warum wurde ich Pantheist ? Meine Darstellungen über Leben und Tod aus christlicher Sicht haben sich im Laufe meines Lebens sehr geändert. Mein Austritt aus der Katholischen Kirche vor einigen Jahren war die für mich Erkenntnis, dass es einen Gott in der Form, wie es uns die Kirchen lehren, nicht geben kann. Unser heutiges Wissen über die Entstehung der Erde und der darauf entstandenen Lebensformen, einschließlich des Menschen, geben mir keinen Platz für Götter. Ich halte die Darwin’sche Evolutionstheorie für richtig. Nicht Gott hat den Menschen sondern die Menschen haben sich zu allen Zeiten und in vielen Formen ihre Götter geschaffen. Seit die Menschen denken können nimmt die Angst, was nach dem Tod sein wird und ob es eine Leben danach gibt einen großen Platz ein. Ein Leben nach dem Tod ist für alle Religionen das zentrale Thema. Ich bin der festen Überzeugung, dass mit dem Tod alles vorbei ist. Ich glaube nicht an die Geister unserer Vorfahren und auch nicht daran, dass der Mensch eine Seele hat, die nach seinem Tod in die ewige Verdammnis oder in ein himmlisches Reich kommt. Wir wissen doch heute auch, dass sogenannte „seelische Erkrankungen“ Erkrankungen des menschlichen Gehirns sind. diese Gewissheit hat mich zum Pantheismus gebracht der, wenn es eine Göttlichkeit gibt, sie im Universum und in der Natur sieht. Aus diesem Grund möchte ich auch in einem Friedwald meine letzte Ruhe finden. das nachfolgende Gedicht ist eine Ode an meine Überzeugung Noch einmal steigt im Schein und Wiederschein Mein Leben mir aus diesem Glas, - das klingt Noch einmal schmeck ich diesen dunklen Wein Auf meiner Zunge, wie er singt In meinen Adern! wie ein Kind voll Traum Fühl ich die Dämmerung und bin ihr gut. Grüß ich den Abendwind in unserem Kastanienbaum, der leise kommt und geht, wie wohl das tut Die Nacht schaut mich aus tiefen Augen an. Ich trinke Schatten aus dem Schattenglas, der Sterne himmlisches Konzert begann allein für mich und tönt ohne Unterlass Noch einmal sind mir alle Menschen nah, die mich verließen und die ich verließ und winken mir; das Leid, das mir geschah und alles Glück gehen ein ins Paradies eine Große Kraft nimmt mich bei der Hand und führt mich übern Sternensteg ins große Licht und lächelt unverwandt Sie bliebt zurück und ich gehe meinen Weg

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2 Kommentare zu diesem Beitrag

Am Donnerstag, 31. August 2017 schrieb Winfried Montzka

An Gott oder sonstwas glauben... Hallo, Herr Wilde – da sind Sie aber recht mutig, wenn Sie einfach so Ihre Ansicht über Gott und die von ihm geschaffene Welt so unverhohlen äußern. Sie wissen schon, daß Sie sich damit ganz schön unbeliebt machen bei vielen „gläubigen“ Christenmenschen und erst recht bei den frommen Muslimen, von denen wir zur Zeit immer mehr in unserer Republik aufnehmen und begrüßen. Heiner Geißler sagte jüngst in einer Fernsehdarbietung, es gebe keinen einzigen Beweis dafür, daß es Gott überhaupt gibt. Und einen Herrn Allah wird es mit Sicherheit auch nicht geben. Wozu auch? – Der einzige Vorteil ist doch, daß wir hier in Mitteleuropa die göttliche Existenz rundweg anzweifeln können. Im Islam wird so eine Einstellung oft mit der Entziehung des Lebens geahndet. Warum sollen denn „die Menschen“ ein ewiges Leben erleben, wenn sie doch allesamt nur den Profit im Kopf haben und wie sie ihren Nächsten übers Ohr hauen können? Haben Hunde und Katzen etwa auch ihren Himmel, wenn sie doch auch göttliche Geschöpfe sind? Wie sagt doch meine Verwandtschaft? „An irgendwas mußt Du doch glauben.“ Diskussion überflüssig. Glauben muß man an überhaupt nichts, und wer Stimmen hört, gehört in die dafür vorgesehene Klapse.

Am Freitag, 01. September 2017 schrieb Hans Peter Wilde

Lieber Herr Montzka Ich habe keine Angst vor Mitmenschen, die in religiösen Fragen andere Meinung sind als ich es bin. Das ich im eigenen Umfeld der Familie und bei manchem Bekannten als Ungläubiger betitelt werde, nun gut. Ich bin in guter Gesellschaft, den ungefähr 38% aller Deutschen glauben nicht an Gott( ca 29% West und 73 % Ost, Erhebung von 2011, Tendenz steigend ) Mir macht es mehr Angst, dass man heute als " normaler " Demokrat, der in der Mitte der Gesellschaft angesiedelt ist, egal ob er zu den Farben Schwarz - Rot - Grün oder Gelb tendiert, von denen mit Hass überzogen wird, die mit Verschwörungstheorien, mit falschen Fakten und Zahlen, mit Unterstellungen von Geldgier und Machtansprüchen eine neue meist rechte Ordnung herstellen wollen. Interessant ist mir dabei aufgefallen, dass diese Zeitgenossen kaum ihre eigenen Meinungen und Gedanken zu Papier gebracht haben, sondern sich beim Kopp-Verlag und anderen ähnlichen Quellen bedient haben. Ich finde es auch schade, dass diese Plattform eingestellt wird, aber nur wegen der vielen Beiträge von Bürgern, die aus ihrem Umfeld berichten, von Reisen, Begegnungen und anderen Themen. Ich selbst habe etwa 6 oder 7 dieser Art Beiträge geliefert Das die oben genannten Rechtspopulisten keine Gelegenheit mehr haben werden lässt mich kalt. Obwohl ich immer gerne dagegen gehalten habe, als hapewi hpw oder Schwarzdrossel und unter meinem normalen Namen. Herr Montzka, seit einigen Jahren, angefangen mit Leserbriefen in der BZ, später in diesem Forum haben wir unsere gegensätzliche Meinungen ausgetauscht und verfochten. Ich habe Sie geschätzt, weil Sie nie persönlich ausfallend waren. Dies ist mein letzter Beitrag in der offenen Stimme. Ab morgen bin ich Urlaub, danach gibt es dieses Forum nicht mehr. Ich wünsche Ihnen alles Gut

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