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Auf dem Weg zum Etoscha National Park. Foto-Safari in Nord - Namibia. (ehemalig Deutsch-Südwest.)

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Schon um 6,00 Uhr werden wir von unserer Kalahari Sands Hotel in Windhoek abgeholt und fliegen vom Eros Flughafen um 7,30 Uhr mit einer Cessna zur Okahirongo Elefanten Lodge. Diese liegt an einem ausgetrockneten Flussbett im Herzen des Kaokolandes, eines der letzten unberührten Gebiete weltweit, in dem Menschen und zahlreiche Tiere wie Wüstenelefanten, Nashörner und Löwen im Einklang mit der Natur leben. Am Nachmittag unternehmen wir eine Naturrundfahrt im offenen Geländewagen. Beim Abendessen am knisterten Lagerfeuer lassen wir den Abend ausklingen und lauschen den Geräuschen der Natur. Nach einer unruhigen Nacht genießen wir am anderen Morgen unser fantastisches Frühstück. Danach fahren wir wieder auf Pirsch um interessante Tierbeobachtungen zu machen. Das Safari - Glück war jetzt auf unserer Seite, und so konnten wir 6 der legendären Wüstenelefanten beobachten. Immer wieder sehen wir auch viele Vögel, in dieser Gegend gibt es 600 Arten. Nach dem Essen war Ruhe angesagt und so konnten wir die Zeit mit einem Longdrink am Pool verbringen. Am nächsten Morgen fuhren wir mit unseren Wagen ins Himba - Dorf, hier können wir Eindrücke über die Lebensweise und Kultur dieses Naturvolk erleben. Die letzte Nomaden Namibias haben in den vergangenen Jahrzehnten so viele Katastrophen und Einflussnahmen von außen erlebt, dass es fast einem wunder gleicht, wie verbunden sie trotz allem ihrer Tradition geblieben sind. Das auffälligste Merkmal der Himba sind ihre Kleidung und der reiche Schmuck, die nicht nur ästhetischen Zwecken genügen, sondern auch den gesellschaftlichen Status des Trägers bezeichnen. Das Schönheitsideal imitiert die heiligen Tiere der Himba, die Rinder. Der Körper soll glatt und glänzend sein wie das Fell eines Kalbes. Deshalb wird er mit Pasta aus Rotholzpulver und Butter eingerieben. Die Himbas versuchen natürlich uns ihren Schmuck zu verkaufen, aber sie begreifen nicht, das wir in Europa nicht damit rumlaufen wollen. Wir fahren jetzt zum Kunene Fluss, der natürlichen Grenze zu Angola, hier sind die Pisten verschlammt und wir fahren voll hinein, nur mit sehr viel Mühe kommen wir da wieder raus. Dann erreichen wir die Okahirongo River Lodge, wo wir in herrlicher Umgebung den Rest des Tages verbringen, mit seinen afrikanischen angehauchten Ambiente und dem klasse Service ist dies eine Lodge zum Wohlfühlen. Am nächsten Morgen fahren wir zum Etosha National Park wo wir im offenen Geländewagen die vielfältige Tierwelt erleben können. Mittelpunkt des Nationalparks ist die 5000 qkm große Etosha Pfanne, eine Salztonpfanne, die zum westlichen Teil der Kalahari gehört. Von den Heikom, einer Untergruppe der San (Buschleute) die vor der Erklärung zum Naturschutzgebiet hier lebte, wurde Etosha „großer weißer Platz“ genannt. Ihrer Legenden zufolge bildete sich die Salzpanne aus den Tränen einer Frau, die um ihr totes Kind weinte. Außer Großwild sehen wir auch viele Amphibien und Reptilien. Wir entdecken den Rotgebänderten Wendehalsfrosch mit seinen schwarzen Körper und den Knall-orangenen Streifen an der Seite. Unser Fahrer warnt uns, vorsichtig, er ist giftig. Viele Frösche sind hier giftig, um so schöner sie aussehen, um so giftiger sind sie. Auch eine schöne bunte Schildkröte läuft uns über den Weg, es ist eine Papageienschnabel-Schildkröte, sie ist eine sehr kleine Landschildkröte, denn sie ist nur 10 cm groß und gehört zu den bedrohten Tierarten der Erde. Das gilt auch für die fünf Arten der Süßwasserschildkröten die es hier gibt. Den Kapwaran sehen wir öfters, er ernährt sich von Vögeln, Säugetiere, Echsen und Aas. Immer wieder kommen uns die Vögel ganz nah, so das ich viele Aufnahmen von ihnen machen konnte. Die Wellenastrilde fliegen immer wieder über unsere Köpfe, auch am Wegesrand sehen wir viele Bundastrilde, es sind alles Vögel die bei uns in Europa als Stubenvögel gehalten werden. Man sollte aber nicht diese schönen Vögel in einen kleinen Käfig setzten, sondern in eine große bewachsene Voliere, dann fühlen sie sich wohl. Heute fahren wir an viele Wasserstellen vorbei, die von vielen Tieren besucht werden, Wasser gibt es hier auch in der Trockenzeit, weil es mit einer Pumpe (Solar) hochgepumpt wird. Wenn man in der Trockenzeit eine Stunde am Wasserloch steht, sieht man Hunderte von Tieren. Wenn Tiere in der Freiheit leben, ist das zwar sehr schön, aber ich habe hier Löwen gesehen, die voll Ungeziefer saßen und total zerstochen waren und die Einstichen entzündet waren, das habe ich alles mit der Video- Kamera festgehalten, damit man mal sehen kann, wie die Tiere auch in der Freiheit leiden müssen. Wenn man an die Löwen bei Hagenbeck denkt, wie schön die das haben, Ungeziefer frei und immer ein Tierarzt in der Nähe, und natürlich täglich gesunde Verpflegung. Als wir in der Lodge zum Dinner gingen, war eine Baumschlange direkt vor uns, sie ist giftig und sehr gefährlich, man muss hier immer die Augen offen halten. Heute Abend verwöhnen uns die Köche wieder, es gibt Fleisch aus der Savanne, mit vielen scharfen Soßen und einen herrlichen Nachtisch. Am nächsten Morgen geht es an Bord unserer Cessna und wir fliegen zurück nach Windhoek, wo wir sogleich in unsere Lodge, das 5 Sterne Goche Ganas Natur Reservat gebracht werden, ein einzigartiges Hotel der Superlative.

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