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Jedes Fahrrad braucht Pflege

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Lassen Sie ihr Fahrrad nicht verwahrlosen. Bedenken Sie, ein verrostetes Fahrrad birgt immer ein Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr. Dies gilt besonders, wenn eine Fahrradbremse nicht mehr intakt ist und auch das Fahrradlicht vorne und hinten nicht mehr funktioniert. In kurzer Zeit hintereinander sind mir 3 Fahrräder in Soltau mit dem Zustand wie dieses auf dem Bild aufgefallen. Bedenken Sie, im Dunkeln sieht man sie ohne Licht nicht. Dabei kann man mit wenigen einfachen Mitteln dem Verfall Ihres Fahrrads entgegenwirken. Um das Rostrisiko an Kette und Kettenblätter zu minimieren, sollte das Fahrrad z.B. im Keller aufbewahrt werden, wo es trocken ist. Sind sie Gelegenheitsradler und steht das Fahrrad tagsüber und nachts draußen, so ist Rost am Antrieb vorprogrammiert. Wird das Fahrrad nachts draußen zwar abgeschlossen aber dennoch geklaut, zahlt die Hausratsversicherung nicht. Unterziehen Sie ihr Fahrrad mindestens einmal jährlich einer Inspektion. Hierbei müssen alle Funktionen wie Bremsen, Beleuchtung, Klingel, Lenker- und Fahrradsitzhöhe sowie Antrieb mit Schaltung auf richtige Funktion überprüft werden. Hier ein paar Pflegetipps: Reinigen der Kette, Kettenblätter und Schaltung: Die Schaltung sollte gereinigt werden, wenn sie eine Kettenschaltung haben. Eine Nabenschaltung braucht nicht gereinigt werden, da sie gekapselt ist. Verwenden Sie zum Lösen des Schmutzes Petrolium. Dies bekommen Sie im Baumarkt in 1 l Dosen. Gießen Sie etwas in eine Plastikschale und tragen Sie es mit einem Pinsel auf die beweglichen Teile auf. Mit einem weichen Tuch reiben Sie dann anschließend den Schmutz von Kette und Kettenblättern. Tragen Sie anschließend Kettenöl aus dem Fahrradgeschäft auf. Ist die Kette verrostet, hilft nur noch deren Austausch. Bei Nabenschaltungen ist es einfach, da ein Kettenschloss die Kette zusammenhält. Bei Kettenschaltungen ist die Kette etwas dünner und Sie brauchen einen Kettennietendrücker um sie zu öffnen und wieder zu verschließen. Falls sie das Werkzeug nicht extra anschaffen wollen, hilft Ihnen auch die Fahrradwerkstatt. Sind die Teile gereinigt und neu geschmiert, wird deren Funktion geprüft. Bei den Arbeiten sollte das Fahrrad auf dem Kopf stehen. Bewegen Sie die Tretkurbel und betätigen sie die Kettenschaltung. Die Kette muss leicht von einem Kettenblatt zum nächsten wechseln. Bremsen: die Bremsen benötigen bei Felgenbremsen ein wenig Öl an den Gelenken. Am besten Sie nehmen Sprühöl wie Balistol Klever (Fahrradgeschäft). Nicht auf die Felgen oder Bremsbacken sprühen. Sind die Bremsen kaputt, kann man bei Felgenbremsen den Bowdenzug austauschen. Dieses sollten sie jedoch besser die Fahrradwerkstatt erledigen lassen. Bremsen nachstellen: Falls mit dem Handgriff nicht mehr ausreichend Bremskraft entsteht, muss der Bowdenzug an der Bremse nachgezogen werden (besser Fahrradwerkstatt). Die Bremsen müssen vorne und hinten funktionstüchtig sein. Beleuchtung: Zur Beleuchtung gehört der Dynamo, meistens am Vorderrad, der vordere Strahler und das rote Rücklicht, teilweise mit Standlichtfunktion. Das Kabel zwischen Dynamo und Leuchten verbindet die Komponenten zu einem Stromkreis. Ganz wichtig: sind die Leuchten kaputt, z.B. durch eine Unachtsamkeit, müssen sie sofort ausgetauscht werden, wenn eine Reparatur ausgeschlossen ist. Pflege des Rahmens, Schutzbleche, Sattel, Lenker, Gepäckträger und Felgen: Wenn es schnell gehen soll, dann nehmen Sie Feuchtigkeitstücher aus der Drogerie. Damit können Sie den Schmutz einfach wegwischen. Denn zu einem geschmierten Antrieb gehört auch ein gepflegtes Äußeres. Haben Sie ein Mountainbike und sind viel abseits der Straße unterwegs, können Sie Rahmen und Anbauteile auch mit dem Gartenschlauch reinigen. Vermeiden Sie jedoch, dass der Wasserstrahl auf die Kugellager wie Tretlager und Radnaben trifft. Ist Ihnen die jährliche Reinigung und Inspektion zu mühsam geben Sie es in eine Fahrradwerkstatt. Bei der Firma Minerva in Soltau gibt es so eine Werkstatt für Reparaturen und es gibt einen Service, wo ihr Fahrrad preisgünstig geputzt wird.

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