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Alwine fliegt

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Alwine in die Blüte kroch, weil sie den süßen Nektar roch. Mit viel Genuss sie daran schleckte und ihren spitzen Mund dann leckte. „Das ist ein Nektar, den ich mag. Da komm´ ich gerne jeden Tag.“ So summt sie für sich voller Lust. Das hat sie vorher nicht gewusst. Dann fliegt sie weiter auf der Suche, dass sie mehr Nektar für sich buche. Sie bummelt dabei durch den Garten, wo alle Blüten auf sie warten. „Alwine, flieg hierher nur schnell!“ So klingt es von den Blüten hell. „Der Nektar ist heut´ extra gut.“ flüstern die Blüten voller Glut. Alwine dieses sogleich macht und entert jede Blüte sacht und sucht und findet sicher schon den Nektar, ihren süßen Lohn. Ganz nebenbei wischt sie noch Staub und schleppt ihn mit sich wie ein´ Raub. Zur nächsten Blüte sie ihn bringt, von Staubgefäßen dicht umringt. Als alle Blumen jauchzen laut, Alwine freundlich zu ihn´n schaut. „Alwine ist die Allerbeste! Wir geben alles, selbst die Reste.“ „Oh Liebes, kehr nur bald zurück! Du bist ja unser ganzes Glück. Kannst allen Staub bei uns abputzen, sollst dafür dann den Nektar nutzen.“ Alwine summt schon sehr gerührt, als sie die Hochachtung hier spürt. So fliegt sie emsig hin und her und findet Nektar immer mehr. Bei aller Nektar Sammelei verteilt sie Pollen nebenbei. Den Staub lässt sie nicht einfach liegen. Die Stempel sollen den ja kriegen. So hilft sie mit ganz nach Vertrag, was jeder Partner sicher mag. Wenn dazu die Bestäubung klappt, hab´n auch die Blüten Glück gehabt. Für uns rührt sie den Honig an, den jeder Mensch genießen kann. Wie dankbar sind wir der Alwine, der reizend kleinen fleiß´gen Biene. Gero Müller, 23.4.17

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