Das Sonnenlicht im rosa Schein! Ach, könnt es häufiger doch sein! Im Januar, im Februar, da ist es selten, oh, wie wahr. Mal scheint sie dann aus flachem Stand, beleuchtend hell des Himmels Band: das ist so blau, unendlich blau, selbst wenn die Luft noch atmet rau. Und Wolken, die sich seitwärts schieben, schein´ auch das Farbenspiel zu lieben. Denn Blau und Weiß und Sonnengold verstärkt den Anblick wirklich hold. Sieht man den Sonnenball durch Bäume so leuchtend rot, man glaubt, man träume. Dass selbst in dieser kargen Zeit ein Farbenspiel entfacht sich weit. Es dehnt sich gar und leuchtet stark, dass man den Blick kaum wenden mag. Da sieht man, wenn sie untergeht, ein Leuchtfeuer am Himmel steht. Die Wolken werden angemalt, dass dieses Weiß auch rötlich strahlt. Man steht und schaut und staunet nur: ein Feuerwerk aus der Natur. Das Farbtableau in seinem Schein erscheint so tief, unendlich fein. Mit Lichteffekten himmelweit an Wolken seitlich aufgereiht. Wie schad´! Die Farben schwinden bald und dämmrig wird´s im Kiefernwald. Nur noch die Gipfel leuchten hell. Dies Licht verschwindet ziemlich schnell. Und grau wird es. Das Dämmerlicht verdrängt das Schauspiel aus der Sicht. Woanders wiederholt´s sich schon, für uns doch ging die Sonn´ davon. Gero Müller, 27.1.12