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Schattenwelt der Pseudonyme

Pseudonyme wurden und werden nach wie vor sehr gerne verwendet. Allerdings muss man bei der Motivation, ein Pseudonym zu verwenden ganz erheblich unter- scheiden. Es gibt da erstens die Wichtigtuer, die sich durch ein glanzvolles Pseudonym als Mensch in der Gesellschaft wertvoller fühlen. Hierzu zählen die Protzis, die sich ein adliges Pseudonym kaufen oder sich in perverser Weise adoptieren lassen. Üble Zeitgenossen, sage ich nur. Dann gibt es zweitens die bemitleidenswerten Menschen, die einen fürchterlich Nachnamen haben. Man kann zwar heute völlig anstößige Namen beim Amt ändern lassen. Ich weiß aber nicht, ob das auch bei der englischen Version von z.B. Asshole oder bei dem historischen Namen Fugger geht. Möchten Sie z.B. Anna Sofia Cicilia Kalogeropoulos heißen. Die „Callas“ auch nicht, deshalb war ihr Pseudonym „Maria Callas „. Als Busenschönheit „Bochnickova“ zu heißen ist auch nicht so prickelnd, deshalb nannte sie sich eben Dolly Buster. Für die heute noch recht ansehnliche Tänzerin Marlene Charell war ihr Name „Angela Miebs“ nicht gerade werbewirksam, es sei denn, sie hätte ihre Kunst des Hin-und-Her-Tanzes in der Politik angewendet. Issur Danilowski Demsky hat sich auch nicht träumen lassen als „Kirk Douglas“ in die Filmgeschichte einzugehen. Als der Nobelpreis an Robert Allen Zimmermann ging, hat Bob Dylan doch sehr gestaunt. Allerdings hätte die Autorin Utta Schneider doch eher bei ihrem Nachnamen bleiben sollen. „Danella“ hört sich irgendwie nach Margarine oder Olivenöl an. Na ja, manchen Lesern gehen ihre Bücher eben runter wie Öl. Im übrigen gab es auch schon im Mittelalter Pseudonyme. So hat sich der frühneuhochdeutsche Schrift- steller Johann Fischart (so hieß der wirklich!) verständlicherweise einige Pseudonyme ausgedacht. So schrieb er unter „Huldrich Ellopokleros, Jesu Walti, Pickart ( nicht zu verwechseln mit Piccard von der Enterprise ), Menzer, Reznem ( Menzer rückwärts! ), Ulrich Mansehr von Treubach und Winhold Alkofribas Wüstblutus. Besonders dieses letzte Pseudonym verrät doch viel Phantasie. Ja, und dann war da ja auch noch Frau Carolin Wosnitza, geb. Ebert, der ihre fünfte Brustvergrößerung zum Verhängnis wurde. Und alle kannten sie unter ihrem Pseudonym „Sexy Cora“. Womit ich fast schon bei unserem bekanntesten Pseudonym der Offenen Stimme wäre, nämlich bei „peme“. Was oder wer steckt hinter „peme“ ? Vielleicht war dort nur sehr wenig Phantasie am Werk, weil peme die Abkürzung von Petra Meier ist. Vielleicht hat Petra aber auch einen „schrecklichen „ Nachnamen wie z.B. Mengele (Sie wissen schon, über ihn spricht man besonders in Medizinerkreisen sehr selten ), oder vielleicht heißt sie auch Medusa, Melanom, Meerrettich, Mehlsack , Menschewikow. Es ist eben alles Spekulation, aber mit ein wenig Phantasie können sich Geschichten darum ranken. So denke ich auch, dass Frau Winnie Fulda, wenn sie mit peme nicht identisch ist ein Pferd ihr eigen nennt. “Winnie“ ist nämlich ein ganz typischer Pferdename. Na ja und die Stadt Fulda, vielleicht hatte sie dort mal einen Freund oder ihr Pferd kommt aus dieser Gegend. Wie oben schon angedeutet, gibt es ein weiteres Motiv, sich ein Pseudonym zuzulegen. Man kann sich nämlich bei Facebook, Twitter, Offene Stimme und anderen Blogs so viele Pseudonyme zulegen, wie man Lust hat. Dies ist sehr praktisch, weil man dann die Meinung seines Pseudonyms durch alle anderen Pseudonyme bestätigen lassen kann. So etwas gab es auch schon in der Offenen Stimme. Und die „Pferdedame“ (siehe oben ) stimmt peme immer zu. Naja, keine Unterstellungen! Die bösartigste Gruppe aus der Schattenwelt der Pseudonyme sind die, die sich politisch äußern. Da gab es z.B. Herrn Otto Böckel, der unter dem Pseudonym Dr. Capistrano antisemitische Hetzschriften veröffentlichte. Nun will ich natürlich niemanden etwas unterstellen, aber es ist doch wohl eindeutig so, dass die abstrusesten, brutalsten, menschenverachtenstden und auch dümmsten politischen Kommentare unter Pseudonym geäußert werden. Und das gilt für alle Netzwerke. Wenn jemand allerdings mit seinem “Echtnamen“ für seine Meinung einsteht und nicht aus seiner dunklen Ecke heraus schießt, dann ist dort plötzlich in der Diskussion eine erfrischende Sachlichkeit, die sogar Ansätze für Lösungen verspricht. Doch leider wollen die Pseudonymisten überhaupt keine Lösungsansätze. Sie wollen sich lieber aus ihrem Dunkel heraus selbst produzieren, weil sie sich wahrscheinlich sowieso für die Klügsten halten. Schließlich gibt es noch eine allerletzte Gruppe von Pseudonymisten. Das sind die, die behaupten, durch ihre tolle abweichende Meinung irgendwelchen schlimmen Verfolgungen ausgesetzt zu sein. Nun muss man allerdings berücksichtigen, dass die dunklen Jahre bereits mindestens 80 Jahre hinter uns liegen und wir weder in Nordkorea, China oder der Türkei leben müssen. Deshalb scheint dies doch eher ein Scheinargument zu sein. Nein, man sollte es so machen wie unser Freund Peter M. Blees, der mit Klarnamen ununterbrochen den Klimawandel leugnet, obwohl er in diesem Sommer fast ununterbrochen in einem abartige tropischen Regen stand. Übrigens haben die Philosophen der Klassik wie Platon und Aristoteles ihre Werke hauptsächlich in Dialogen oder besser gesagt in Streitgesprächen geschrieben. Und die hatten es in sich. Deshalb war dieses Aristoteles zugeschriebenes Zitat wohl eher humoristisch gemeint.

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4 Kommentare zu diesem Beitrag

Am Sonntag, 23. Juli 2017 schrieb Winfried Montzka

Herr Oliver Hofmann von der offenen Stimme meinte in seinem Vorwort für die Spielregeln mit dem Wort Synonym ganz gewiß nicht Anonym oder Pseudonym. Wer unbedingt meint, seinen von den Eltern zugeteilten Namen zu verunstalten, wird seine Gründe haben. Ich bin begeistert wegen Ihres Beitrags, Herr Peters. Ansonsten scheint es ja relativ ruhig auf diesem Kanal zu sein. Da wünsche ich doch allen Mitautoren aus dem Heidekreis eine schöne und arbeitsreiche Woche.

Am Sonntag, 23. Juli 2017 schrieb Winnie Fulda

Und dann gibt es noch ganz Kluge, die Pseudonyme nicht von Klarnamen unterscheiden können.

Am Mittwoch, 26. Juli 2017 schrieb Winfried Montzka

Na, Herr Peters, nun ist aber gut - wie kommen Sie denn darauf, daß unsere Mitautorin etwas mit der Stadt Fulda zu tun hat? - Und machen Sie sich ja nicht gar zu lustig über die Synergetik-Profilerin, von der wir ja annehmen, daß sie das auch ist. - Die Erfinder dieser tollen Therapie-Methode sind Doppelprofessor Hermann Haken und Bernd Joschko. Und eine Profilerin - oder ein Profiler - animiert einen krebskranken Mitbürger zur aktiven Selbstheilung mittels Handauflegen auf seine intimsten Bereiche, von denen dann die Heilung ruckartig einsetzt. - Wenn er es denn wirklich will und seine Gebühren bei dem oder der Synergetik-Profilerin entrichtet hat. - Beim Evangelium für alle - EfA - sind ja auch sehr merkwürdige Menschen unterwegs, die bereits den leichten Schwebezustand erreicht haben, jedoch relativ harmlos sind - auch wenn sie nachts und manchmal auch tagsüber die Stimmen ihres Herrn hören...

Am Dienstag, 25. Juli 2017 schrieb Joachim Peters

Hallo Frau Rosatis, "Winnie" ist ja wohl Ihr Klarvorname. Bitte um Entschuldigung mit dem Pferd. "Winnie" kam wohl eher von einem kleinen Bären, den eine ganze Kindergeneration kannte. Aber mit Fulda hatte ich ein wenig recht. Sie hatten auf der Hochschule in Fulda bestimmt einen Freund, bei Ihrem Aussehen. Im übrigen würde ich zu gerne wissen, was eine Synergetik-Profilerin ist. Kann man eigentlich auch bei Menschen synergetische Strukturen erkennen und beschreiben? Und lassen sich dafür auch Soll-Zustände entwickeln? Ich glaube, ich muss mich da mal mit befassen. Aber erst einmal nichts für ungut. Und herzliche Grüße nach Bispingen, Joachim Peters

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