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Urlaub an der Flensburger Förde

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Die Flensburger Förde ist der Teil der Ostsee, der sich von Süddänemark über Flensburg bis etwa nach Kappeln erstreckt. Diese Gegend von Schleswig Holstein ist sehr abwechslungsreich was die Landschaft angeht und den Uferverlauf der Ostsee. Im Sommer ist hier Hochsaison, nicht nur für Sandstrandliebende sondern auch für Wanderer und Radfahrer. Ein beliebtes Urlaubsziel ist Glücksburg etwa 10 km östlich von Flensburg entfernt an der Förde gelegen. Hierhin hat es mich in meinen Sommerurlaub getrieben. Glücksburg hat ein weit verzweigtes Netz an Hotels und Unterkünften und schon im Vorfeld hatte ich ein Zimmer in einer Pension gebucht. Von Soltau aus wäre die Anreise normalerweise von der A7 über Hamburg und Kiel mit etwa 230 km gewesen. Ich entschied mich jedoch für die A23 nach dem Elbtunnel über Heide und Husum. Das ist zwar 39 km länger aber wesentlich stressfreier was Baustellen angeht. Nach der Ankunft begrüßte mich das Paar des Hauses und ich bezog ein geräumiges Doppelzimmer. Der Besitzer gab mir viele Prospekte und Landkarten zur Orientierung, die ich auch die Woche über nutzte. Mit einem ausgedehnten Spaziergang an der Strandpromenade entlang beendete ich den Tag. Das Wetter am nächsten Tag war gut und ich begab mich auf einen Stadtrundgang. Nicht nur Einkaufsmöglichkeiten und Banken im Zentrum entdeckte ich, sondern auch einen Fahrradladen, einen Bäcker und ein Restaurant. Zentrale Sehenswürdigkeit mitten in Glückstadt ist das Schloss an einem See, welches man auch besichtigen kann. Ich lief einen Weg vom Schloss am Ufer des Sees entlang, der bald durch den Stadtwald führte und kam schließlich an dem Hafengelände an. Ich ging wieder die Promenade entlang und erreichte eine halbe Stunde später meine Unterkunft. Es war noch früh am Nachmittag und ich stieg auf mein Fahrrad und fuhr wieder am Ufer entlang zur Holnisspitze und an der anderen Seite der Landzunge wieder zurück. Bei der Fahrt auf der Autobahn verlor ich die Schraube von meinem hinteren Schutzblech, der Besitzer des Fahrradladens konnte das Schutzblech aber reparieren. Am nächsten Tag regnete es und ich nahm mir vor, mit dem Auto nach Flensburg zu fahren und dort eine Weile zur verbringen. Ich wählte einen Parkplatz direkt in der Innenstadt und kurz darauf schlenderte ich die Fußgängerzone der Altstadt entlang. Danach machte ich einen Abstecher zum historischen Hafen, wo viele alte Schiffe lagen, Dampfer, Kutter und Segelboote aus Holz. Ich besuchte das Schifffahrtsmuseum, welches sehr viel Auskunft über die Schifffahrt in Flensburg vor mehreren Jahrhunderten gab. Ein Besuch lohnt sich. Manchen ist vielleicht das angegliederte Rummuseum bekannt. Der darauffolgende Tag war freundlich und ich fuhr mit meinem Fahrrad eine Strecke östlich von Glücksburg. Leider übersah ich ein Fahrradhinweisschild und fand mich alsbald am Ende eines Weges am Strand wieder. Kurzerhand fuhr ich einen Wanderweg entlang, der durch einen dichten Wald führte. Insgesamt radelte ich bis zum Ort Neukirchen und kehrte dort wieder um. Die gefahrene Strecke war etwa 38 km lang. Die Gegend ist nicht platt wie an der Nordsee, sondern sehr hügelig. Auf dem Plan des nächsten Tages stand ein Besuch Dänemarks. Ich hatte viele Prospekte, die von einer Schlacht um 1864 auf der Dybbeler Bank erzählten, wo es auch ein großes Museum gibt. Dies sah ich mir an. Die Beschriftungen waren auf Dänisch und auf Deutsch und es gab Filmvorführungen auf Dänisch, die über einen Kopfhörer auf Deutsch synchronisiert waren. Das Museum zeigte eindrücklich das Leben der dänischen Soldaten. Obwohl damals die Dänen gegen die Preußen verloren, wird dieser Krieg in Dänemark als sehr nationalistisch angesehen. Die Schanzen der verschiedenen Truppen kann man über Wiesenwege erreichen und immer noch zeugen die Bodenverwerfungen von den früheren Verteidigungsanlagen. Ich entschied ich mich am letzten Tag für eine ausgedehnte Tour mit dem Fahrrad. Das Wetter war gerade so an der Grenze zum Regen, aber ich hatte Glück. Ähnlich wie die zweite Tour fuhr ich zuerst ins Landesinnere und folgte einen Küstenweg zurück nach Glückstadt. Strecke ca. 47 km. Alles in allem war die Woche sehr abwechslungsreich und ich würde immer wieder zur Flensburger Förde zurückkehren, weil es aktiven Urlaub und Erholung verspricht.

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