Beitrag lesen

Winterträume

338

Schlafende Knospen in Büschen und Bäumen, Zusammengefaltete Blütenträume, Trotzen dem frostigen Wintereis. Doch Christrose und Winterlinge strecken ganz leis‘ Ihre Blütenkelche ins Wintergescheh‘n, So kann man bei Minusgraden Farbtupfer seh`n. Der Igel hält seinen Winterschlaf im tiefen Erdbau regungslos. Fuchs und Wildkatze schnüffeln behutsam nach Beute, fast lautlos. Familie Reh scharrt im Schnee nach Gräsern und Laub, Wildschweinrotte durchwühlt den eisigen Boden nach Würmern und Larven. Im gefrorenen Weiher dümpelt der Spiegelkarpfen. Eichhörnchen haben sich im Kobel eingerollt, Herr Langohr kommt eilig über‘s Feld getollt. Zeisige wispern leise in den Tannenspitzen. Auf dem Zaun seh‘n wir einen Mäusebussard sitzen. Blitzschnell hat er eine Feldmaus geschlagen, Die sich neugierig aus dem Loch wollt‘ wagen. Schneeflocken fallen auf die Erde kristallklar und rein. Sie hüllen die Landschaft in ein schneeweißes Kleid ein. Wir erleben die Natur in gedämpftem Licht, Wo manchmal die Sonne durch‘s Wolkenreich bricht. Sie bemalt die Bäume mit rötlichem Schein Und hüllt alle Lebewesen heimelig ein. Cornelia Scheibe 13. Januar 2012

Zurück zur Übersicht

Schreiben Sie einen Kommentar