Beitrag lesen

Unsere Reise nach Köln. Wir haben erlebt, wie sich Geschichte, Moderne, Hochkultur und Volkstümliches zu echt kölscher Lebensart verbinden.

3356

Nach Köln fährt man aus verschiedenen Gründen, weil man zur Messe will, zum Karneval oder weil man Verwandte besuchen möchte. Bei uns war das letztere, und deswegen sind wir auch mal wieder nach langer Zeit nach Köln gefahren. Normaler Weise braucht man von Soltau nach Köln 3,5 Std. aber wenn man im Land der 1000 Baustellen fährt, muss man schon 4 – 5 Std. einplanen. Als wir unser schönes Appart - Hotel „ Haus am Dom“ in der Jakordenstraße erreicht hatten, sind wir erst einmal in Ruhe Essen gegangen. Nur 5 Minuten zu Fuß liegt der Kölner Dom und der Hauptbahnhof entfernt. Wenn man durch den Bahnhof geht, sieht man Menschen aus aller Welt, viele Reisende, aber auch Gestalten die man schlecht einschätzen kann. Trotzdem fühlten wir uns sicher, weil die Polizei überall stark vertreten ist, und das ist auch gut so. Was die Kölner Großstadt vor allem ausmacht, ist der Buchstabe K: Kirchen, Kunst und Kölsch. Eine römische Siedlung war Keimzelle der heutigen Metropole am Rhein. Schon Karl der Große erhob Köln zum Erzbistum und bereits im frühen Mittelalter gehörte es zu den führenden deutschen Städten. Der Dom ist zentraler Orientierungspunkt in Köln. Über den Kölner Dom gibt es viele Geschichten, das eine ist bewiesen und das andere ist nur Volkserzählung, wie es auch immer sei, wer den Kölner Dom nicht gesehen hat, hat Köln nicht gesehen. 1248 fing man an, diesen schönen Dom zu bauen, so richtig fertig scheint er immer noch nicht zu sein, denn es wird immer noch gebaut. Wir sind erst einmal hinein gegangen, um viele Kerzen für unsere geliebten Verstorbenen anzuzünden. Den Schrein von den heiligen 3 Königen haben wir uns an diesen Tag noch nicht angesehen, da wir 6 Tage in Köln sind, haben uns einen besonderen Tag dafür ausgesucht. Wenn ich in Köln bin, ist ein Zoo – Besuch für mich ein Pflichtprogramm. Der Zoo im nördlichen Stadtteil Köln-Riehl wurde im Jahre 1860 gegründet und gilt unter den heute vorhandenen Tiergärten als drittältester Zoo Deutschlands. Er ist an zahlreichen Erhaltungszuchten von Tierarten beteiligt. Mit ca. 1,7 Millionen Besuchern jährlich gehört er zu den fünf besucherstärksten deutschen Zoos. Der Zoo hat eine großartige Endwicklung hinter sich, sei es das Urwaldhaus für Menschenaffen, oder neue Geparden – und Leoparden-anlagen, es wurden viele Kontinente erlebbar gemacht. Auch die Elefantenanlage ist sehr schön, wo wir da waren gab es noch 3 Elefantenbabys, leider hat es ein Baby nicht geschafft, aber das gibt es auch in der freien Natur. Als der früre Zoodirektor Gunter Nogge 2006 in Ruhestand ging, wurde unserer ehemaliger AZ (Vogelverein) Präsident Theo Pagel Zoodirektor, inzwischen ist er zum Professor ernannt, er hat sich schon früher für bedrohte Tierarten eingesetzt. Schon in frühster Jugend hatte sich Theo Pagel für Afrika begeistert, so wie ich auch. Den Tag danach haben wir ausgiebig Verwandte besucht, was auch nach so langer Zeit wieder sehr schön war, denn man sieht sich leider zu wenig. Den nächsten Tag sind wir mit dem Rhein -dampfer nach Rodenkirchen gefahren, um Köln mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten in aller Ruhe genießen zu können. Mittags gab es Himmel un Äd, eine Kölner Spezialität, Äpfel und Kartoffeln werden zusammen gekocht und zu Mus gestampft. Dazu wird gebratene Blutwurst serviert. Wir haben natürlich die Altstadt ausgiebig besichtigt und auch den Heinzelmännchen Brunnen fotografiert, es beschreibt wie die fleißigen Zwerge den faulen und schlafenden Kölnern die Arbeit abnahmen. Doch eine neugierige Schneidersfrau streute Erbsen auf die Treppe um die Zwerge endlich einmal zu sehen, die Zwerge purzelten die Treppe runter und verschwanden für immer, so das die Kölner wieder arbeiten mussten. Jetzt haben wir den Dom ausgiebig besichtigt,und natürlich den Schrein der heiligen 3 Könige, (nach neuen Erkenntnissen sollen es 4 gewesen sein) er ist das größte, künstlerische bedeutendste und inhaltlich anspruchsvollste Reliquiar des Mittelalters. Für die 1164 aus Mailand nach Köln gebrachten Gebeine der Könige wurde ab ca. 1190 bis um 1220 der Schrein von der Werkstatt des Goldschmiedes Nikolaus von Verdun und nachfolgenden Kölner und maasländischen Werkstätten gefertigt. Bei der letzten Restaurierung von 1961 bis 1973 wurde der Schrein in der ursprünglichen Form wieder hergestellt. Gutes Wetter, nette Leute und gute Restaurants, Cafés und urige Kneipen in der Kölner Innenstadt haben unseren Kurz- Urlaub in Köln sehr angenehm gemacht, und so sind wir wieder gesund und zufrieden in Soltau angekommen.

Zurück zur Übersicht