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Kneip sei Dank

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Der Lions Club als edler Spender, erweist sich meist nicht als Verschwender. Denn Geld gibt man, will man was bauen und nicht nur in die Röhre schauen. So spendet er als edle Tat, für das, was man vergessen hat: die Kneip-Anlage jüngst erstand, wie man als Zeitungsleser fand. Die zu betrachten nun im Sinn fahr´n wir mal zu der Stelle hin. Im Park, dort unter hohen Bäumen, die Anlag´ woll´n wir nicht versäumen. Da, wo einst Wasser längs nur floss, da finden wir heut´ mal den Tross von Jugendlichen mit Tam Tam, die hier zum Treffen kam´n zusamm´. Mit Ghettoblasters lauten Tönen woll´n sie die Anlage verschönen. Wir wagen dennoch uns zu setzen um Fuß und Beine zu benetzen. Es beibt ganz friedlich, ohne Frage, nicht dass uns jemand fort dort jage. Wir kommen mit einander aus, wir sind ja alle hier zu Haus´. Zwei Bänke stehen, eine frei, die uns die richtige wohl sei. Nun Schuhe aus und Strümpfe runter, dann steigen wir ins Wasser munter. Der Vorplatz ist fest zementiert, mit flachen Steinen hübsch geziert. Die Krümel, die darüber lriegen, wird man vom Wasser noch weg kriegen. Auch Flachgestein in Trepp´ und Mulde, der Festigkeit man Achtung schulde. Es tritt sich gut, das Wasser kalt, so ist´s in Tretanlagen halt. Der Handlauf in der Mitte reicht, dass man nicht weit vom Kurs abweicht. Am Außenrand fehlt er hingegen, da muss man frei sich fortbewegen. Die Anlage ist gar nicht groß, das führt zur Enge schließlich bloß. Das Treten aber geht ganz gut, hat man zum Stapfen nur den Mut. Doch langsam nimmt die Kälte zu, es reicht , man braucht nun seine Ruh´. Hinaus aus diesem kühlen Nass und wieder wird es uns zum Spaß. Da schwimmen Flaschen uns entgegen, zwecks Abkühlen auf Wasserwegen. Die sind gar nicht für uns bestimmt, wie man von Anwesenden vernimmt. Die Jugendlichen uns bekunden, der Inhalt soll ihn´n später munden. Für uns genügt das kühle Bad, denn weiter fahr´n wir mit dem Rad. Doch vorher noch die Füße wischen, durch kunstgelegten Rasen zischen. ´n paar Steine werden noch entfernt, damit der Rasen bleibt entkernt. Ein wenig Schutt liegt in der Runde, gesäubert wird das wohl zur Stunde . Sonst wär´ das Wasser schnell verdreckt, wenn Abfall unter Sohlen steckt. Doch insgesamt nach dem Gebrauch, in Snevern kneipt man also auch. Gesundheit durch das Wassertreten für Kreislauf, Herz und seine Gräten. Nachsatz: Der Zeitungsleser stellt bald fest, die Anlage fiel durch den Test. Gesperrt war sie geraume Zeit. Mit Randalierern gab es Streit. Viel Dreck hab´n die da hinterlassen. Als Kneipianer kaum zu fassen. Nun ist sie endlich wieder frei, wie es ja vorgesehen sei. Und plantschen kann man je nach Laune. Man gehe hin, trete und staune. Gero Müller, 7.7.17

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