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Gehirnwäsche

Man sollte ja davon ausgehen, daß „Waschen“ grundsätzlich mit „Säubern“ zu tun hat – also etwas grundsätzlich Gutes sein muß. Wenn man kleinen und auch größeren Kindern oft und tagtäglich erzählt, der Weihnachtsmann bringt reichlich Geschenke und der Osterhase legt Eier und ebenfalls reichlich milde Gaben in die vielen Verstecke, dann wird das irgendwann geglaubt. Missionare zogen ins dunkle Afrika, dorthin, wo Menschen mit mehr oder weniger dunkler Hautfarbe zu Hause waren, erzählten ihnen von der Güte des Gottes der weißen Leute und deren Wohltaten. Viele dieser Menschen waren schließlich von den Geschichten sehr überzeugt und stuften diese Geschichten als bewiesen und Tatsachen ein. Wer sich aber im Laufe der Zeit widerspenstig zeigte und verdeckt oder auch offen gegen diese Bemühungen rebellierte, machte sich schnell unbeliebt. So wurden die Methoden der Beeinflussung immer weiter verfeinert und bis zur Unkenntlichkeit bearbeitet. Zu Zeiten des finsteren Mittelalters wurde dem christlich- katholischen Abendländern erzählt, böse Muslime würden das Grab des Herrn Jesus von Nazareth heimsuchen. Dies müsse unter allen Umständen verhindert werden. Man sattelte die Kavallerie und zog in die gar heiligen Kriege, um die heiligen Stätten zu befreien. Das gelang allerdings nur teilweise. Denn es begab sich zu der Zeit, da sich ein Rebell namens Luther-Martin der katholischen Gehirnwäsche widersetzte und mittels der frisch entdeckten Buchdruckerei die Bibel alltagstauglich machte. Trotzdem glaubten viele der Leute immer noch, die Bibel sei tatsächlich Gottes Wort, wie er es ins Stenogramm diktierte. Der Krieg um die korrekte Auslegung dauerte etwa dreißig Jahre und schwelt bis heute weiter. Es begab sich aber zu der Zeit um 1933, als mittels relativ moderner Methoden einige Gruppen von Menschen als minderwertig und unbrauchbar eingestuft wurden. Diese Einstellung wurde mittels Volksempfänger und Stürmer in fast alle arisch-deutschen Gehirne eingeprägt. Irgendwann hieß es dann: “Deutschland, Deutschland über alles...“ und endete im Chaos. Nach dem Weltkrieg 2 wurden die deutschen Gehirne mittels „Sunlicht“ aus den USA wieder reingewaschen mit flotter Musik und schönem Leben. Die Umerziehung gelang nahezu perfekt – bis zu den letzen Wahlen Donald des Blonden. Leise Zweifel fraßen sich in die weichgespülten Gehirne. Ist unsere freiheitliche Führungsnation wirklich so toll wie sie seit Jahren hingestellt wird? Wo sind die zahlreichen Werte, die einen vernünftigen Menschen ausmachen? Und in den heutigen Tagen wird die Waschtrommel wieder aktiviert, weil alle Zuwanderer eben keine undefinierten Menschen aus einem völlig anderen Kulturkreis sind. Man muß den Leuten nur oft genug eine Sache – ob Musik oder politische Dinge – einhämmern, bis sie eben glaubhaft sind. Damit ist der Zweck der Teilnahmslosigkeit erfüllt. Hauptsache, die Leute sind beschäftigt und mit sich und der Situation zufrieden. Insoweit hat „Wäsche“ schon etwas mit „Säubern“ zu tun.

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