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Sirmione wartet

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von unserer Gardareise Der See ist groß, der See ist breit. Wir nutzen die Gelegenheit, das Boot entführt uns vom Gestade. Die Kamera ich schnell mal lade. Ich seh´ den Ort von seewärts her, und da erschließt sich für mich mehr. Die Uferpromenade weit lädt ein zur netten Gastlichkeit. Der Hafen, Villen, und die Bauten die Fahrgäste vom Schiff aus schauten. Es wird bald kleiner im Vergleich, befahren wir nun Neptuns Reich. Sein Wasser glatt, sein Lichtschein blinkt, von ferne schon ein Ufer winkt. Im Norden ragen Berge schwer, im Süden ist es eher leer. Jetzt drängt das Ziel der Fahrt heran, gespannt man das erkennen kann. Wie man durch seinen Sucher sieht, die Küste dort schon näher zieht. Sirmione ist es, Inselteil, Catullens Grotten einst zum Heil des Römers Lebenszeitvertreib, von dem Ruinen nur verbleib´. Das nördlich Uferstück umrund´t, zum Hafen fährt das Schiff zur Stund´. vom Anleger strebt man an Land, den Ortsplan hält man in der Hand. Zur Burg führt jeder Weg uns hin, sie zu erkunden ja im Sinn. Die Scaliger, einst stark´s Geschlecht bauten die Festung aus dem Recht, den Gardasee weit zu befehlen. Die Macht damals sollt´ niemand stehlen. Sehr gut erhalten das Geviert, mit Hafen, Turm, der es schön ziert. Der Ausblick oben sich sehr lohnt, weil man hier über allem thront. Der Gardasee hier in der Breite, im Sonnenschein erglänzt die Weite. Die fernen Berge grüßen rüber, hier oben sind wir heute lieber. Vom Turme seh´n wir Menschenmassen sich drängen durch die engen Gassen des Teils der schmalen Insel klein. Im Sommer soll´s noch voller sein. Zwei Kirchen lassen sich betrachten, will man auf deren Werte achten. Im Innern still; mit Fresken alt nimmt hier Vergangenheit Gestalt. Die Therme gibt es, Schwefelquellen, die auch zum See hin weiter wellen. Da stapft man rein mit bloßen Füßen das heiße Wasser zu genießen. Die Zeit vergeht, mehr gibt´s zu sehen. Doch schließlich muss man wieder gehen. Die Fähre nimmt uns wieder auf, durchmisst den See im schnellen Lauf. Nach Garda bringt sie uns zurück, Sirmione schwindet aus dem Blick. Der Bergwelt rücken wir schon näher, jetzt locken Höhenzüge eher. Im Hafen sicher angelangt, im Geiste man sich wohl bedankt für Schifffahrt und Sirmones Glanz im lichten See und Wellentanz. Gero Müller, 10.5.17

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