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Barack Obama auf dem Evangelischen Kirchentag ??

Barack Obama auf dem Evangelischen Kirchentag ??!! Sehe ich richtig ? War niemand anders aufzutreiben oder hatte man ihn mit Martin Luther King verwechselt ? Erst mal tief Luft holen und in aller Ruhe darüber nachdenken, was das wohl zu bedeuten hat. Sollte hier nicht etwas gefeiert werden ? Ach ja: 500 Jahre Luther, der gegen das alleinseligmachende Imperium des Herrn mit der Spitztüte auf dem Kopf und den roten Schuhen an den heiligen Füßen, auch Papst genannt, anging. Recht mannhaft. Lassen wir seine Aufrufe zum Mord an Bauern und Juden einmal beiseite, wie es die Kirche seit ebenso langer Zeit auch tut. Was würde er wohl zu Barack Obama sagen, der acht Monate nach seinem Amtsantritt 2009 als Präsident der USA den Friedensnobelpreis erhielt, um dann den Auftrag des Alfred Nobel gründlich miss zu verstehen. Dieser Mann hat mehr Kriege angezettelt als seine Vorgänger zusammen genommen Und zwar, bis auf Afghanistan, ohne UN-Mandat und ohne Rücksicht auf das UNO-Gewaltverbot Ein mehrfacher Kriegsverbrecher also. Hinzu kommt sein Drohnen-Killer-Kommando von deutschem Boden aus, durch das Hunderte von unschuldigen Zivilisten ebenfalls den Tod gefunden haben. Alles durch den Begriff “Terroristenbekämpfung” legitimiert. Welch passende Geste, diesen Mann auf einen Kirchentag einzuladen, der einem aufmüpfigen Luther gegen die Obrigkeit gewidmet sein sollte. Sein sollte, ist er aber nur am Rande. Wir haben Wahljahr. 300.000 Besucher des Kirchentags sind 300.000 potentielle Wähler und da heiligt der Zweck jedes Mittel. Man setze die Kanzlerin neben einen schwarzen ehemals mächtigen Mann, schon hat man das gewünschte Bild, das sich in den Köpfen der Leichtgläubigen wohl bis zum Wahltag halten wird. Die “Frau” Merkel als Trugbild der Mütterlichkeit und der erste “Schwarze” im Präsidentenamt der USA = Martin Luther King = Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. So schlicht funktioniert das. Auch Frau Margot Käßmann ,Theologin und Botschafterin des Reformationsjubiläums, ist sich nicht zu schade, hier Wahlhilfe zu betreiben “sie würde nicht dazu aufrufen. eine Partei zu wählen oder nicht zu wählen.” aber “ ich kann nicht verstehen, dass Christen die AfD wählen.” Das haben sie juristisch spitzfindig sehr hübsch verpackt, Frau Käßmann und wird sicher von Frau Merkel dankbar entgegen genommen. Nicht ,dass das je anders gewesen wäre zwischen Klerus und Obrigkeit hier im Lande nach dem Motto:“Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“ Die Kirche hat noch jede Waffe gesegnet und Pazifisten diffamiert, wenn sie ihre Pfründe durch den Steuereintreiber “Staat” gesichert wusste Aber wie wäre es, wenn sie , Frau Käßmann, dem Jubelchor der Leichtgläubigen erklären würden, weshalb sie offenbar verstehen können, dass man die etablierten Parteien wählt ? Parteien, die nichts dabei finden, Waffen in Krisengebiete zu exportieren und sich zunehmend an Kriegen zu beteiligen im Kielwasser der USA. Die nichts dagegen haben, deutsche Polizisten im Auftrag einer Rüstungsfirma nach Saudi-Arabien zu schicken, um dort beim Aufbau des landesumfassenden Grenzsicherheitsanlagen “behilflich” zu sein. (Angeregt von einer Kanzlerin, die doch “weiß, wie es ist, hinter einer Mauer zu leben“) Die nichts dabei finden, Polizisten eines Menschen verachtenden Regimes, wie Saudi-Arabien, das die Scharia praktiziert, zur Ausbildung bei der Bundeswehr einzuladen. Um nur einiges zu nennen. Die Einladung an Barack Obama hat allerdings der Ratsvorsitzende der EKD zu verantworten, Herr Bedford-Strohm, der ein Buch geschrieben hat, mit dem Titel “ Radikal lieben. Anstöße für die Zukunft einer mutigen Kirche”. Mutige Kirche ? Ist seine Einladung so zu verstehen? Dann ist nächstes Jahr vielleicht Erdogan an der Reihe, um die Belastung des Wahlvolks auszuloten ? Ein mutiger Mensch hat allerdings meinen Glauben an Standhaftigkeit der Gläubigen im Sinne Luthers gerettet. Bei einer Veranstaltung wurde zu einer Schweigeminute aufgerufen. Ich dachte an Manchester . Weit gefehlt: er rief zu einer Schweigeminute “ für die Menschen, die auf der Flucht in einen Rechtsstaat , wie wir ihn haben, ums Leben kamen.” Und alle Häupter senkten sich. Nur einer ,ganz hinten und schön laut ,erinnerte die Versammlung daran, wer die Verursacher dieser menschlichen Tragödien sind, die hier im wahrsten Sinne des Wortes mit “Stillschweigen” bedacht werden sollten. Der Mann musste natürlich aus dem Saal entfernt werden. So viel Ehrlichkeit ist ja nicht zu ertragen. Sollten Sie Interesse an den politischen Hintergründen, haben, die ich hier erwähne, empfehle ich Ihnen die Vorträge des Schweizer Historikers und Friedensforschers, Dr. Daniele Ganser, die dankenswerter Weise bei youtube in vielfältiger Form eingestellt sind. Aber Vorsicht ! Nicht erschrecken, wenn Sie weitab von den mainstream-Medien mit der Wirklichkeit konfrontiert werden.

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1 Kommentare zu diesem Beitrag

Am Donnerstag, 01. Juni 2017 schrieb Q

Hallo, es freut mich, wie immer häufiger Menschen sich gegen Krieg aussprechen. Dr. Daniele Ganser ist schon lange kein Geheimtipp mehr und es wird immer mehr offensichtlich, wie die etablierten Medien bewusst diese Themen verschweigen und mit aller Kraft versucht wird, nicht über diese Themen zu reden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die bestehenden Systeme, um die Herrschaftstrukturen zu stützen, zusammenbrechen. Die SPD ist ja schon fast weg. Und man kann sich immer an den Mauerfall erinnern. Drei Monate vorher hat niemand den kommen sehen. Viele Grüße Q Viele Grüße

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