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Eine Frühlingsfahrt nach Hamburg! Zum weltgrößten Parkfriedhof und eine Fleetfahrt von Vierlande zum Jungfernstieg.

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Eine Reise nach Hamburg lohnt sich immer, nicht nur wegen der Reeperbahn und dem Michel, sondern alleine schon wegen dem Ohlsdorfer Friedhof. Der Ohlsdorfer Friedhof ist der größte Parkfriedhof der Welt, noch vor Arlingtor Cemetery in der USA. Auf dem Gelände verbinden sich Geschichte und Kunst mit Naturschönheiten. Denkmal-geschnitzte Grabsteine Hamburger Persönlichkeiten stehen in einem wunderschönen Park mit altem Baumbestand und leuchtenden Rhododendronbüschen. 404 ha misst der Ohlsdorfer Friedhof, er ist 3,5 km lang und 1,3 km breit. 17 befahrbare Straßen führen durch das Gelände mit 280 000 Grabstätten. Mit der Anlage des überkonfessionellen Friedhofs für die rasch wachsende Großstadt Hamburg wurde 1874 in der Ohlsdorfer Feldmark begonnen, die Eröffnung fand 1877 statt. Der Gartenbauingenieur Wilhelm Cordes gestaltete den Westteil des Friedhofs. Den Ostteil hat Cordes Nachfolger Otto Linne ab 1920 angelegt. Der Ohlsdorfer Friedhof wurde zur besseren Orientierung in Planquadrate eingeteilt. Als unser Bus mit unserer Gruppe auf dem Friedhof ankam, erwartete uns bereits eine kompetente Parkführerin. So müssen wir keine Angst haben, das wir uns in den weitläufigen Parkanlagen verlaufen oder verfahren. Sie zeigte uns den Park mit seinen Schönheiten und die Ruhestätten bekannter Persönlichkeiten, wie zum Beispiel, Hans Albers, Heinz Erhard, Schriftsteller Wolfgang Borchert, Fritz Schumacher, und natürlich das neue Grab von Altbundeskanzler Helmut Schmidt. Der kupferner Löwe vom Grab des Tierparkgründers Carl Hagenbeck wurde von Unbekannten gestohlen, einigen Leuten ist nichts heilig, das wird ihnen kein Glück bringen. Im nördlichen Teil, nahe der Kapelle 13, ist das kreuzförmige Massengrab für die 37000 Bombenopfer zu sehen, die im Feuersturm von 1943 starben. Das Mahnmal schuf 1952 Gerhard Marcks. Im Südwesten befindet sich der jüdische Friedhof und ein Mahnmal für die während der NS-Diktatur ermordeten Juden, die sinnlos umgebracht wurden. Nördlich des Haupteingangs steht das 1930 – 32 von Fritz Schumacher erbaute Krematorium. Es ist das letzte Werk des Oberbau-direktors vor seiner Entlassung durch die Nationalsozialisten. Unsere Gruppe fand sich, nach der Führung durch den gewaltigen Friedhof, im Cafe Fritz zum Mittagessen ein. Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir nach Vierlande bei Bergedorf, wo unser Alsterdampfer bereits auf uns wartete. Nachdem wir abgelegt hatten, begann für uns eine historische Fleetfahrt durch die schönsten Landschaften von Hamburgs Außenbezirke. Unser neuer Reiseleiter ist der Kapitän des Alsterdampfers der uns alles wunderbar erklärt. Durch historische Schleusen verlassen wir Bergedorf in Richtung Hamburger Hafen, über Kanäle gleitet unser Schiff an Wiesen, Felder und Gewächshäuser durch die Vier- und Marschlande. Hier wachsen Hamburgs Vitamine, rund 130 qkm ist das Gebiet für Gemüseanbau und Blumenzucht groß. Bereits um 1200 begannen die Bauern dieses Strömungsgebiet der Elbe zu entwässern, Deiche anzulegen und Häuser zu bauen. Wir gleiten mit dem Alster-dampfer durch die Dove – Elbe, dabei sehen wir viele Enten, Gänse, Blesshühner, Reiher und andere Wasservögel. Wir passieren die Tatenberger Schleuse in der Dove Elbe. Hier liegen viele Sportboote, der Sportbootshafen hat 115 Liegeplätze für Boote bis 12 m Länge. Ich erinnere mich, als mein Chef in den 70 Jahren hier einen Liegeplatz für seine Motorjacht hatte, und sein Nachbar war James Last. Es war damals ein schöner Frühlingstag, wie jetzt auch bei uns, als die Jachtbesitzer ihre Boote vom Winterdreck befreiten, auch James Last machte alles selber, aber seine Jacht war 6 m länger, wie die Jacht von meinen Chef. Bei Kaffee und Kuchen genießen wir die Festfahrt, bevor wir die Elbbrücken erreichen. 1872 wurde die Eisenbahnbrücke über Norder-und Süderelbe fertig gestellt. Nach 2,5 Stunden erreichen wir dann den Hamburger Hafen, den größten Hafen Deutschlands, seine Fläche erstreckt sich über 7440 ha. Rund 154000 Menschen arbeiten hier. Sehr schön ist es für uns, als wir die Elbphilharmonie passieren, das Konzerthaus ist das neue Wahrzeichen Hamburgs, das 110 Meter hohe Gebäude am rechten Ufer der Norderelbe steht in der Nähe der Mündung der Alster in die Elbe im Westen des Hamburger Stadtteils Hafencity. Als wir den Jungfernstieg erreichen wartet bereits unser Bus, der uns wieder sicher nach Soltau brachte.

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