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Abfluss dicht!

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Wenn´s Wasser steht und nicht weggeht, dann ist das Mist. Oder was ist? In der Dusche bleibt das Wasser und die Füße stehen nasser. Was ist los? Es fließt nicht ab. Flucht man laut und das nicht knapp. Ist da etwa was verstopft und die Leitung zugepfropft? Aus dem Nassen man nun saust, nimmt den Pümpel in die Faust. Und man pümpelt mit Elan wie man eben drücken kann. Dabei gurgelt es und schmatzt, sieht wie da ein Dreck hoch matscht! Fetzen, Haare sich umdrehen. Mag man gar nicht gern ansehen. Pümpel hoch und nachgeschaut, ob die Prozedur hinhaut. Etwas saugt da weg. Doch bald gibt es wieder einen Halt. Ja, die Suppe schwappt noch da, wie es vorher auch schon war. Wieder muss der Pümpel her und man drückt und hebt noch mehr. Hoch den Sauger und gespäht, ob jetzt endlich was weggeht. Gurgeln tut es, Blasen steigen. Leider will sich nicht mehr zeigen. Ach, was ist man da geknickt, hat man doch so sehr gedrückt. So geschuftet, wie man weiß, dass es einem wurde heiß. Alle Mühe war vergebens, machte man doch solch´ Aufhebens. Grad zur Unzeit muss das sein! Und die Not ist nicht grad klein. Kommt das Becken jemals frei, wie´s nach Abfluss eben sei? Muss man nun den Fachmann bitten? Der kommt auch nicht gleich geschritten. `s gibt kein´ Retter in der Not, selbst mit Geld im Angebot. Ja, es stellt sich nun die Frage, wie man dusche dieser Tage? Duschen mag man hier nicht mehr. Wie geht´s weiter, bitte sehr? Ach, was ist das für ein Mist, das es ist, wie es jetzt ist. Dieses Wasser muss ja weg. Kann nicht bleiben dieser Dreck. Also schöpft man alles leer. Wischt noch trocken umso mehr. Schließlich steht man wie begossen: nichts ist hier mehr abgeflossen. Immerhin wird einem klar, es muss werden, wie´s mal war. Bis dahin gilt des Fachmanns Rat. Immer hilft er mit der Tat. Gero Müller, 20.5.17

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