Beitrag lesen

Neulich.........

bei der Postfiliale in Bispingen. Oder ist sie eine Agentur? Egal. Die Briefumschläge sind gekauft, jetzt noch schnell den Brief hinein und die Adresse drauf und dann geht sie ab die Post !! Die Eilige ! Ich will mich setzen….aber wo ist sie, die nette Schreibgelegenheit mit Ablage und einem Sitz ? Die ist ausgetauscht. Weil sonst der, der sitzt und schreibt, die anderen blockiert, sagt man mir. Das nette Schreibpult mit Sitz war ein “Service”, höre ich. Und der ist offenbar jetzt überflüssig. Außerdem lud der Sitz Menschen mit Bedürfnis nach Aufenthalt im Warmen zum Dauersitzen ein, sagt man mir. Ich habe diese Menschen dort noch nie gesehen und ich bin mindestens dreimal die Woche da; oder sie werden unsichtbar, wenn ich komme. Mich weht ein kalter Wind an. Es ist nicht unerheblich, was wir, beide älter, wöchentlich zur Post schaffen und das so schnell wie möglich, denn bei uns sind unsere Kunden König. Bei der Post sind wir es offenbar nicht mehr. Wäre die nächste Filiale um die Ecke und hätte noch so einen Sitz- und Schreib”service“, wäre das Problem gelöst, aber dem ist nicht so. Soltau ist zu weit. Nun ist es so, dass ich mir neulich von einem Fachmann anhören konnte, dass man Dinge, die gut laufen oder im Mitmenschlichen angenehm sind, ändern kann. Und das täte man hierzulande mit Vorliebe. An diesen Menschen musste ich denken. Hier hat sich auch ein enorm effizient denkender Filialoberleiter gesagt, so viel “Service” tut nicht not. Sollen doch die alten Leute oder Schwangere oder Stehbehinderte ihren Kram zuhause erledigen. Oder er fand das Teil einfach selber schön ?! Und sitzt jetzt, wenn er nach Hause kommt, erst einmal 10 Minuten mit stolzgeschwellter Brust und dem Kuli im Anschlag an der häuslichen Bereicherung und freut sich, dass alle anderen stehen müssen ? Möglich. Wo aber, frage ich mich, hat dieser Effizientdenker das Ersatzteil aufgetrieben, das er uns anbietet ? Sicher bei Jawoll in der Campingabteilung, zum Sonderpreis. Da ist der wackelige Stand mit inbegriffen. Wohl auch zur Abschreckung, keine Romane zu verfassen. Zudem muss sich unser Effizientdenker am Gardemass orientiert haben, denn Kleingeratene erreichen die Plattform zum Schreiben nicht und ich kenne solche Menschen. Nein, ich bin nicht damit einverstanden, dass die kleinen Aufmerksamkeiten Schritt für Schritt aus unserem Alltag verschwinden und wir uns mit wackeligen Angelegenheiten abfinden sollen, die von Missachtung nicht mehr weit entfernt sind. Es reicht, wenn dies im Politischen um sich greift. Die Postzentrale wird mir sicher auf meine Fragen diesbezüglich antworten. Bis dann…

Zurück zur Übersicht

Schreiben Sie einen Kommentar