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Ausstellung von Straßenkunst in Celle

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Zehn Maler aus ganz Deutschland trafen sich in Celle um drei Maltage mit dem Künstler Bernhard Vogel in der Celler Altstadt zu erleben. Auch ich nahm daran teil. Die Malreise in die Toskana war aus organisatorischen Gründen ausgefallen und Celle wurde spontan als Malort ausgewählt. Mein Glück! So nah an meinem Wohnort einen Malkurs zu besuchen, war so verlockend, dass ich sofort, aber sofort zusagte. Wir trafen uns an einem kühlen Oktobermorgen in einem zentralgelegenen Hotel. Gerade die Begrüßung und Motivation des erfahrenen, erfolgreichen Aquarellmalers aus Salzburg „saugte“ ich auf und war heiß aufs Malen. Wie immer war ich extrem mit Malgepäck beladen. Dieses Mal wollte ich komfortabel malen, nicht wie in früheren Jahren auf der Isomatte. Da der erste Malort sehr nah in der Fußgängerzone war, konnte ich bequem Klapptisch, Hocker, Malrucksack und Maltasche transportieren. Wichtig war bei der kühlen, sogar etwas feuchten Witterung, dass wir Straßenkünstler Zwiebellook trugen. Wie immer war ich die letzte, die zu malen begann, aber die erste, die aufhörte. Dank meiner rasanten Maltempos entstanden drei großformatige Aquarelle mit Rathaus, Fachwerkhäusern und fernem Blick aufs Celler Schloss. Nach einer kurzen Mittagspause mit Glühwein ging es dann weiter. Der nächste Malstandort war glücklicherweise nur etwa zweihundert Meter entfernt in der Kalandgasse. Mich motivierte die schmale Gasse mit dem für mich überdimensional groß und nah empfundenen Turm der Marienkirche zu zwei extrem schmalen Hochkantformaten. Die Kirche ist auf fast all meinen Bildern präsent. Gegen Abend beendeten wir den Maltag mit einem schönen Abendessen. Am zweiten Tag malten wir an der Straße vom „Kleinen Plan“. Eine Boutiquebesitzerin schaute begeistert allen Malern über die Schulter und war fasziniert von meinem flotten Malstil. Da blieben Farbspritzer auf dem Bürgersteig nicht aus. Der Regen hat es später sicherlich weg gewaschen. Zahlreiche Bekannte, auch Mitglieder meines Celler Kunstvereines „Atelier 22“ besuchten uns. So viele Straßenkünstler hat Celle sicherlich noch nicht oft gesehen. Das wollte die Cellesche Zeitung auch als kleinen Event festhalten. So wurde der zweite Tag durch diese Tatsache noch interessanter. Ein Fotograf und die Reporterin Doris Hennies begleiteten uns, um anschließend einen ganzseitigen Artikel über die „Straßenkünstler, der Meisterklasse von Bernhard Vogel“ zu veröffentlichen. Für uns Künstler gab es noch am letzten Abend ein Highlight. Wir durften in der renommierten Galerie Halbach ausstellen mit Besprechung und Presse. Die Reporterin erwähnte, dass man die stürmische Energie beim Entstehen meiner Aquarelle tatsächlich sehe. „Unterwegs mit stürmischer Energie“ habe ich nun den Titel genannt für die Ausstellung im Kulturhaus Wienhausen, Mühlenstraße 5. Ich zeige Motive aus Celle, der Natur und Hamburg. Die Vernissage ist am Samstag, den 8. April um 16 Uhr. Sie kann besucht werden zu den Öffnungszeiten Mo. bis Fr. 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, Sa. und So. von 10 bis 12 Uhr. Aus organisatorischen Gründen ist sie geschlossen am 4. und 5., vom 8. bis 11. und vom 17. bis 19. Mai. Das Gartenfestival am 1. Maiwochenende liegt nah. Am 31. April bin ich anwesend von 10 bis 12 Uhr und würde mich über interessierte Besucher freuen. Rita Dahlem Galerie am Jakobsweg Hauptstr. 14 29649 Wietzendorf

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