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Alles Schwindel XVI

Eine Eislawine verschüttet sechs Bergdörfer in den peruanischen Anden! Das passt doch prima zum Klimawandel. Leider geschah das Unglück bereits am 11. Januar 1962! Was könnte man heute alles da hinein fantasieren?! Bei Recherchen über Sturmfluten an der Nordseeküste fand ich obigen Bericht in einem meiner Bücher. Das nur am Rande. Die Erde dreht sich bekanntlich um sich selbst, dabei ändert sich permanent der Bereich, der zur Sonne zeigt. So entstehen Tag und Nacht. Der Mond umkreist die rotierende Erde und zieht dabei das Wasser der Meere an (auch minimal das Festland, das ist aber für die Gezeiten nicht von Bedeutung). Es bildet sich ein Wasserberg, der dem Mondlauf folgt. Deshalb entstehen etwa alle 12,5 Stunden Ebbe und Flut. Je nach Entfernung des Mondes zur Erde (sie variiert) wirkt sich seine Anziehungskraft stärker oder schwächer aus. Das Wasser der Erde wird ebenso von der Anziehungskraft der Sonne beeinflusst, allerdings kaum halb so stark wie vom Mond. Ein weiterer Wasserberg ergibt sich. Stehen Sonne und Mond in einer Linie, bei Voll- und Neumond, arbeiten beide Kräfte zusammen, es kommt zu besonders hohen Fluten sogenannte Springfluten. Bei Neumond addieren sich beide Kräfte auf einer Seite der Erde. Bei Vollmond ziehen die Sonne auf einer Seite und der Mond auf der entgegengesetzten Seite unseres Planeten. Die Bereiche, die nicht im Anziehungsbereich liegen, bekommen extreme Niedrigwasserstände, die aber nach einer weiteren Teildrehung das zurückschwappende Wasser als erhöhte Flutwelle zurück erhalten. Sturmfluten entstehen, wenn auflandiger Wind das Meerwasser bei Flut gegen die Küste drückt. Es kommt zu extremen Hochwasserständen. Angeblich ist die Deutsche Bucht besonders stark bedroht. Treibt dann noch der Sturm von Nordwest nach Südost die Flut in die Trichtermündung der Elbe, kann sich das Hochwasser weit über Hamburg hinaus bemerkbar machen. Bei einem Sturm von Nord nach Süd werden Bremen und die Weser stärker in Mitleidenschaft gezogen. Es gab schon zur Römerzeit Sturmfluten an der deutschen Nordseeküste. Besser dokumentiert sind sie aber erst seit dem Mittelalter, auch wenn man den angeblichen Verlust an Mensch und Vieh wohl nicht so genau nehmen sollte. Einige Sturmfluten könnten auch mehrfach gezählt worden sein. Manche Hochwasser hielten sich sogar mehrere Tage, weil der Sturm das Wasser nicht zurückfließen ließ. Die höchsten bisher gemessenen Pegelstände in St. Pauli und Cuxhaven gab es am 3. Januar 1976 bei Neumond und trotz (angeblich) steigenden Meeresspiegels wurde dieses Niveau bisher nicht wieder erreicht. Auf dem 13. Platz von St. Pauli liegt übrigens der 4. Februar 1825 bei Vollmond, in Cuxhaven kommt die gleiche Flut sogar auf Platz vier. Eine hohe Flut und ein passender Orkan müssen zusammentreffen, um Extremwasserstände zu erreichen. Die Gezeiten nagen permanent an den Küsten. Bei zusätzlichen Stürmen steigt der Grad der Erosion stärker an. Flache sandige Gebiete werden mehr in Mitleidenschaft gezogen als felsige Ufer. Die deutsche Nordseeküste hat den Dollart und den Jadebusen den Sturmfluten zu „verdanken“ Die Halbinsel Butjadingen zwischen Weser und Ems trennte ein Sturm vom Festland ab. Erst durch Eindeichung konnte die Landanbindung später wiederhergestellt werden. Einige ostfriesische Inseln wurden schon vom Meer geteilt. Die Inselkirche von Juist zerstörte das Hochwasser über die Jahrhunderte mehrmals. Sie wurde jedes Mal an anderer Stelle neu errichtet. Am stärksten formte das stürmische Meer die Nordseeküste von Schleswig-Holstein. Vorgelagerte Inseln verschwanden völlig oder zu großen Teilen. Dörfer und Kirchspiele darauf verschlang das Meer. Husum konnte erst zur „grauen Stadt am Meer“ avancieren, nachdem die vorgelagerte Insel Strand zerrieben wurde und das Dorf somit zum Küstenort aufrückte. Von der ehemals 220 Quadratkilometer großen Insel blieben die heutige Insel Pellworm und ein paar Halligen übrig. Aber die größte Sturmflut kommt nach Wahrsagungen von „Klimaforschern“ in der Zukunft. Vorsichtshalber legt man sich auf kein Datum fest, denn es kann auch 100 oder 500 oder mehr Jahre dauern, bis sie kommt. Sie sehen, egal was geschieht oder was noch geschehen wird, alles lässt sich, wenn man es glauben will, auf den „Klimawandel durch CO2“ zurückführen. Für die Interessierten habe ich ein paar Internetseiten über die Sturmfluten herausgesucht: http://die-ganze-nordsee.de/sturmfluten-chronik https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Sturmfluten_an_der_Nordsee http://gezeiten.shz.de/Artikel/Dorf,_Stadt_und_Land/1143_Sturmfluten_an_der_Nordsee_ab_dem_Jahr_838

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