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Baum steht Wohnen im Weg

Dieser Satz als Überschrift gelesen in der BZ am 18. März, fand mein besonderes Interesse, so seltsam und kurios anmutend war die verborgene Information darin. Gleichsam überrascht und elektrisiert war ich dann, als ich beim Lesen des Artikels erfahren mußte, um was es dabei geht. Mein Estaunen und Verwunderung steigerte sich in Entsetzen darüber, daß nicht nur ein Baum dem geplanten Wohngebiet im Wege stehen soll! Ich bin erschüttert darüber, daß hier ein botanisches Schmückstück vernichtet würde. Hier steht nicht nur ein Mammutbaum, sondern eine kostbare Sammlung dendrischer Spezialitäten, die jedes Aboretum bereichern würde. Will man dieses tatsächlich so gering schätzen, daß dafür 3 gewöhnliche Wohnhäuser samt Straßenanschluss verbaut werden? Es handelt sich um die geplante Westerweiterung des Schneverdinger Wohngebietes, insbesondere um eine Fläche der Gärtnerei Horstmann, angrenzend an den Kreisel auf der Rotenburger Landstraße, Kreuzung Heinrich-Wahlstraße. Hier hat der Gärtner Horstmann seit Jahrzehnten eine kostbare Sammlung botanischer Raritäten angepflanzt- sicherlich zur eigenen Freude und zur Augenweide der Besucher. Nun apelliere ich hiermit an den Rat und die Verwaltung der Stadt Schneverdingen, dieses einmalige Grundstück in Schneverdingen nicht zerstören zu lassen! So willkommen eine Erweiterung des Wohnbaugebietes auch sein mag, man müßte diese Fläche nicht durch eine Straße zerschneiden. Dazu bräuchte man auch die geplante Straße „Kuhlstücken“ nicht an die Heinrich-Wahl-Sraße anbinden, sondern könnte sie seitlich vom Grundstück der Horstmanns an die Straße „Im Haselbusch“ heran führen. Diese führt auch zur Heinrich-Wahl-Straße, und über den „Nußbaumweg“ zum „Großenweder Weg“. Ich gebe zu bedenken, die Wertigkeit von nur 3 möglichen Wohnhäusern gegenüber einem botanischen Kleinod abzuwägen. Bietet sich hier nicht die Umnutzung zu einem öffentlichen botanischen Garten, der ein wahres Schmuckstück und Aushängeschild für Schneverdingen sein könnte? Man betrachte auch den kulturellen Wert dieser Baum-Sammlung, die es wert wäre unter besonderen Schutz gestellt zu sein! Wenn es außerdem so ist, daß für jedes Wohngebiet eine öffentliche Fläche vorgehalten werden muß, samt Spielplatz, warum nicht auf diesem Eckgelände? Das ergäbe doch eine wunderschöne Naherholungsfläche mit kostbarem Aboretum, das seinesgleichen suchen würde! Zum zusätzlichen Nutzen dieser Fläche könnte man auch den offensichtlich etwas verwaisten Kinderspielplatz am „Im Haselbusch“ hierher verlagern, und eröffnete dort zum Tausch ein größeres Baugrundstuck, einwandfrei passend für ein Mehrfamilienhaus?

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