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Pseudonym oder Klarnamen ?

Das war letzte Woche in der Druckversion der “Offenen Stimme “im Vorwort die Frage. Wörtlich heißt es dort “Dabei fällt auf, dass sich einige streitbare Zeitgenossen gerne hinter einem Pseudonym verstecken. Da stellt sich natürlich die Frage, ob die eigene Meinung nicht auch den eigenen Namen tragen sollte.” ( Zitatende) Ich hätte nun gern gewusst, wer für diese Frage gerade steht. Unterschrieben ist das Ganze nämlich mit www.mittwochaktuell.de. Wer ist das ? Wer versteckt sich hier hinter einer Zeitung ? Wer hat hier vergessen, dass die online-Version der “Offenen Stimme”zum Schreiben einlädt mit dem Hinweis: “Hier gibt es die Möglichkeit, einen kleinen Artikel unter einem Synonym zu verfassen und freizuschalten. Dafür benötigen Sie lediglich eine E-Mail-Adresse. “(Das mit dem Synonym ist nur ein kleiner Freudscher Fehler. Schwamm drüber) Aber das Ganze ist doch eine nette Einladung. So etwas gibt es nicht alle Tage. Und was wäre ich für ein Dummkopf, nicht jede Freiheit, die man mir ( noch ) gewährt, auch fröhlich auszuschöpfen. Weiß in der Redaktion die eine Hand nicht, was die andere tut ? Da wüsste ich doch gern, wer hier verschiedener Meinung ist. Oder soll dem Leser suggeriert werden, hier handelte jemand gegen die Redaktionsethik , wenn er sich ein Pseudonym zulegt ? Ein höchst ungemütlicher Gedanke, muss ich gestehen. “Die Redaktion” braucht noch nicht einmal ein Pseudonym. Das sind einfach alle, die dort arbeiten und wie man dem Kommentar zu “Deniz Yücel..schon mal gehört ?” entnehmen kann, sind sie alle einer Meinung. (“Wir gehen in keiner Weise mit der hier geteilten Meinung des Leserreporters konform,….”) Wir. Da bin ich schon lieber “ich” .

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6 Kommentare zu diesem Beitrag

Am Sonntag, 19. März 2017 schrieb Winfried Montzka

Das ist ja eine sehr bemerkenswerte Einstellung, Fuschu -. Ich könnte auch auf manch einen Zeitgenossen, bzw. auf die geäußerte Meinung, gern verzichten, weil sie entweder völliger Quark, oft dumme Hetze gegen irgendwas anderes ist oder von Rechtschreibkenntnissen und völliger Unkenntnis der deutschen Muttersprache nur so strotzt. Der weitaus größte Teil dieser "Kommentatoren" ohne Namen sollte seine "Meinungen" besser für sich behalten, statt sie nach Heckenschützenart aus der Deckung heraus in die Welt zu schleudern. Es ist mir schleierhaft, was einem Menschen "kulturell" fehlen könnte, würde er nicht mehr in den Genuß dieser Darbietungen kommen. Unter Kultur verstehe ich eine relative Offenheit und etwas Vertrauen in die angesprochene Lesergemeinde. Daß man nicht immer der gleichen Meinung sein kann oder soll, gehört zur Natur der Sache. Zu einer sachlichen Diskussion und verständlichen Begründung seiner Argumente sollte aber doch auch sein richtiger Namen gehören. Zensur heißt auch Bewertung. Und einen anonymen Text kann man eigentlich nur in die Tonne drücken - wegen der vertrauensbildenden Maßnahme.

Am Montag, 20. März 2017 schrieb Joachim Peters

Hallo Herr oder Frau Fumanschu , ich bin ja vorsichtiger geworden mit dem Geschlecht, auch wenn ich weiß, dass Frau Ich eine ostfriesische Adlige ist." Fumanschu" riecht, pardon klingt auch nach Frau. Diese vielen Vokale und alles hört sich so weich an, wie die Haut einer Frau. Und dann "schu". Es ist ein schönes frauliches Pseudonym. Durch den ausdrücklichen Hinweis auf die Liste bei Wikipedia der unter Pseudonym schreibenden Schriftsteller wissen wir jetzt auch, dass Fumanschu eine weltbekannte Schriftstellerin ist. Sie steht in einer Reihe mit Erich Maria Remarque, mit Stefan Heym, mit Rainer Maria Rilke und Joachim Ringelnatz. Allerdings könnte sie auch mit Utta Danella und Hera Lind konkurrieren, wobei dies bezüglich der letzten beiden Namen etwas leichter fällt. Vielleicht ist sie aber auch eine ganz Rechte oder ganz Linke, die es nicht wagt, ihre hochgeistigen Texte unter die Leute zu streuen. Dann geht es ihr so wie Otto Böckel, der seine antisemitischen Hetzschriften unter Vortäuschung eines Doktortitels unter dem Pseudonym Dr.Capistrano verfasste. Vielleicht heißt sie auch ähnlich wie Johann Fischart, ein neuhochdeutscher Schriftsteller, der sich u. a.nicht nur Huldrich Ellopokteros, sondern auch Winholdt Alkofribas Wüstblutus nannte. Aber vielleicht versteckt sich hinter dem schönen fraulichen Pseudonym " Fumanschu" auch eine Dolly Buster oder Sexy Cora (Carolin Wosnitza geb.Ebert ). Da hat man natürlich Verständnis. Allerdings hoffe ich nur, dass unsere weltbekannte Schriftstellerin Fumanschu nicht Micklewhite heißt, so wie Michael Caine. Wäre dies der Fall, könnte ich ihr alles verzeihen. Ja, Fumanschu ist von uns verkannt worden. Vielleicht erleben wir es ja noch, dass diese hochintelligente Frau endlich einmal auch für uns hier im Blog etwas schreibt, was lesenswert ist.

Am Freitag, 17. März 2017 schrieb Winfried Montzka

Wenn sich jemand verstecken will oder auch muß, dann wird es einen mehr oder weniger triftigen Grund dafür geben. Allerdings ist es schon sehr merkwürdig, diese Art der Kommunikation zu wählen. Bei den freien und geheimen Wahlen gilt ja auch das Prinzip der strengen Vetraulichkeit. Man muß es wohl akzeptieren, daß eine Gruppe von Mitmenschen nicht mit ihrer eigenen Meinung in aller Öffentlichkeit hausieren geht. Man muß sich nur im "Netz" die massenweisen Kommentare ansehen und die dazu typischen Spitznamen. Aus einer guten Deckung heraus läßt sich trefflich hetzen und Giftpfeile auf alles mögliche schießen. Niemand ist gezwungen, seine Berichte oder Meinungen an die Offene Stimme zu schicken. Es soll sich allerdings auch niemand sicher sein, völlig unerkannt zu sein. Schließlich ist jeder Rechner - oder User - registriert mit seiner ganz persönlichen Kennung und dazu mit seiner elektronischen Adresse. Wenn nur noch Klarnamen von den verschiedenen "Plattformen" akzeptiert würden, würden die meist sehr bescheuerten Meinungen und "Kommentare" nicht den Weg ins "Netz" finden. Die freie Meinungsäußerung endet wohl da, wo die Feigheit anfängt. - Wer oder was hindert die vielen Zeitgenossen daran, mit offenen Karten zu spielen? Man muß es ja nicht gleich Herrn Erdogan nachmachen mit seinen aggressiven Attacken.

Am Samstag, 18. März 2017 schrieb Joachim Peters

Hallo Frau Ich, was sind denn das für klapprige Argumente. Dass eine Zeitung von der Redaktion gemacht wird dürfte ja wohl Allgemeinwissen sein. Hier zu argumentieren, dass somit jede Äußerung der Redaktion auch unter Pseudonym erfolgt, liegt ja wohl reichlich unter dem Niveau einer Frau Ich. Ich gebe ja zu, dass es schwierig ist, Argumente dafür zu finden, dass man seine Meinung nur anonym verbreiten möchte. Aber es lässt sich natürlich nicht weg diskutieren, dass man anonym viel besser abstruse Meinungen, Beleidigungen, Verleumdungen usw. unters Volk bringen kann. Darin eine besondere Form der Freiheit zu sehen widerspricht jeglicher Norm. Das ist nämlich die Freiheit, die sich der Verbrecher nimmt, wenn er permanent gegen Strafgesetze verstößt. Frau Ich, Sie wissen sehr gut, dass Ihre Argumente völlig unsinnig sind, deshalb hätten Sie besser geschwiegen. Herzliche Grüße Joachim Peters

Am Samstag, 18. März 2017 schrieb Winfried Montzka

Guten Tag, Herr Peters - wie kommen Sie denn auf den Gedanken, daß sich hinter ioch oder Du eine Frau verstecken könnte? - Bei Frau Peme wissen wir ja, daß es sich dabei sehr wahrscheinlich um eine jüngere schwebende Jungfrau handeln dürfte. - Die Kollegen mit einem "anonym - pseudonym - oder sonst einem "nym" werden schon wissen, weshalb sie ihren Quark nicht unter Klarnamen verbreiten können.

Am Sonntag, 19. März 2017 schrieb Fumanschu

Ja, wir haben unsere Gründe unter Pseudonym anonym zu schreiben. Hatten diese Menschen auch https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Pseudonymen Mir ist nicht bekannt welcher Grund diese Menschen dazu bewegt hat nicht Ihren richtigen Namen zu verwenden. Allerdings würde mir kulturell einiges fehlen wenn ich auf das aus der Pseudonymität dieser Menschen geschaffene Werk verzichten müsste, na gut auf Atze Schröder könnte ich verzichten zugegeben ;-). Wäre es nicht Zensur wenn man Menschen die Möglichkeit nimmt sich hinter einem Alias zu verstecken? Mich interessiert was Jemand schreibt und nicht wie er heißt.

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