Beitrag lesen

Wenn die Nase läuft

2903

Von der Nase tropft es nieder, denn der Schnupfen hat mich wieder. Ja es fließt so aus der Nase, scheußlich ist jetzt diese Phase, Rinnt hernieder auf die Lippe, landet gleichsam auf der Schippe und benetzt dann auch den Mund. Dieser wird dann auch schnell wund. Und der Niesreiz baut sich auf, denn es reizt der Tropfenlauf. Bis der Nieser explodiert und den Abschuss so markiert. Danach ist der Kopf benommen, Druckempfinden angekommen. Beide Ohren leise sausen, wenn die Nieser auswärts brausen. Nasenschleimhaut arg verquollen, Oberflächen stark geschwollen. Daraus tropft es, tropft und tropft, bis es auf die Weste klopft. Tempotaschentücher feuchten, Augen längst nicht mehr nun leuchten. Ganz im Gegenteil sie brennen, Tränen zusätzlich hier rennen. Denn ihr Ablauf scheint verschlossen. Tränen werden so vergossen. Nasenatmung fällt ein´m schwer, Mundatmung muss dafür her. Schließlich wird der Mund ganz trocken, überall scheint was zu blocken. Wieder niest es sich dazwischen, dass die Tropfen nur so zischen. In den Ellbogen nies rein, diesen trifft es immer fein. Tempo an die Nase drücken, Taschentücher ständig zücken. Auch die werden nass und nässer, doch die Reizung wird nicht besser. Tropfen fallen, Nieser krachen, nichts kann man dagegen machen. Nur Geduld muss man erhalten, kann den Schupfen nicht abschalten. Denn es drängt und läuft von innen. Auch die Tränen weiter rinnen. Zimmerluft wird ein´m zu trocken, mag nicht länger drinnen hocken. Also geht man raus ins Freie, sich von daher Frischluft leihe. Das bekommt ein´m meistens gut, warm gekleidet und mit Hut. Schließlich geht man wieder rein, Reizung setzt erneut gleich ein. Und es tropft von neuem runter, lange bleibt man da nicht munter. Trüb und trüber wird das Sinnen, gegen Schnupfen nicht gewinnen. Also läuft es und es drückt, wenn man sich dann auch mal bückt. Setzen nur, bloß sich entspannen, trinken aus den vollen Kannen. Hoffentlich kommt nicht noch Fieber, denn das wär´mir gar nicht lieber. Arztbesuch auch noch dazu? Gibt es denn gar keine Ruh´? Wenn das Wasser aus ein´m läuft, man ja wie das Vieh bald säuft. Ja es dauert und es dauert, wenn man nur auf´s Ende lauert. Irgendwann lässt es dann nach. Langsam wird man wieder wach. Kann den Kopf schön höher heben, wacht bald auf aus trüben Leben. Ist der Blick dann wieder offen, kann man schon auf Bess´rung hoffen. Geht der Herzschlag ganz normal, überstanden ist die Qual. Gero Müller, 6.3.16

Zurück zur Übersicht

Schreiben Sie einen Kommentar

1 Kommentare zu diesem Beitrag

Am Samstag, 11. März 2017 schrieb Willi Riebesehl

Beizeiten je Nasenloch einen Sprüher H2O2 (3%) und die Gedichte werden kürzer............!

Zurück zur Übersicht