Beitrag lesen

Sicherheit durch Abschreckung

In der BZ kommen in den letzten Wochen immer wieder Experten bei Interviews zu Wort. In der Ausgabe vom 4.3. legt Frau Kathrin Rösel ihre Ansichten über die östliche Sicherung der NATO-Grenzen dar. Fast täglich hören wir die neuesten Infos aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, die der gewählte Donald in die Welt hinaustwittert. Nicht nur die USA sind eventuell in Unruhe, was sie erwartet. Nach den offiziellen Statistiken haben die USA weltweit die höchsten Militärausgaben, allerdings auch die höchste Verschuldung. Wozu also sollen Militärausgaben erhöht werden, wo es doch weltweit wirklich massive Probleme gibt, die ein normales Leben unmöglich machen? Irgendwelche Strategen – auch der Atlantikbrücke – setzten vor einiger Zeit einen Prozentsatz für die Militärbeiträge fest, obwohl viele europäische Banken einen riesigen Schuldenberg vor sich herschieben, der irgendwann ausgeglichen werden soll – oder nicht kann. Nun kommt Frau Rösel auf die geniale Idee, den „Raum im Osten“ mittels der NATO zu sichern. Sind wir nicht schon längst aus den strategischen Planspielen der Militärs heraus, daß es Sicherheit und Frieden generell nur über militärische Stärke geben kann? Man denke nur an den Energieaufwand, der erforderlich ist zum Bauen von Panzern, Flugzeugen und natürlich für die diversen „Waffensysteme“. Das sind gewiß einige Kilowatt, die erzeugt und auch bezahlt werden müssen. Allerdings sind mit den Militärausgaben auch viele unproduktive Beschäftigungen von Spezialisten verbunden. Und nicht zuletzt geht es auch um einen bescheidenen Profit, den „Anleger“ erwarten. Und setzt uns Rußland wirklich „zunehmend“ unter Druck, wie die deutsche Presse-Agentur berichtet? Wird die Gaspipeline Nordstream nur gebaut, um den Druck auf Europa massiv zu erhöhen? Abgesehen vom russischen Schreckgespenst haben wir – laut Böhme-Zeitung – eine Armutsquote von 20% mit steigender Tendenz. Unsere deutschsprachige Bevölkerung ohne ...hintergrund nimmt rapide ab, weil die Verhältnisse eben so sind wie sie sind. Und ob nun die Militärausgaben ein gutes Mittel sind, dagegen etwas auszurichten, darf angezweifelt werden. Womit beschäftigen sich eigentlich „die Politiker“, wenn diese und andere Umstände überall bekannt sind? Haben wir ein „Friedensministerium“ – vermutlich jetzt und überhaupt nicht.

Zurück zur Übersicht

Schreiben Sie einen Kommentar