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Besuch der Norddeutschen HiFi Tage in Hamburg

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Wie jedes Jahr Anfang Februar fanden wieder die Norddeutschen HiFi Tage nach dem Motto „Hörtest 2017“ in Hamburg statt. Die regional größte Messe für HiFi und Musikelektronik war wieder im Holiday Inn Hotel am Billwerder neuen Deich untergebracht. Diese Hörtest Messe habe ich die letzten Jahre nicht besucht, da ich weniger Interesse hatte, um mir dafür Zeit zu nehmen. Dieses Jahr hatte ich brennende Fragen was Schallplatten und Spieler sowie Audioverstärker anging. Ich wollte mich da auf den neuesten Stand bringen. Für Interessenten nächstes Jahr: ich habe meine Einladung von HiFi-Studio Bramfeld in Hamburg bekommen, ein renomiertes Geschäft abseits von Mainstream Musikanlagen wie sie Media Markt und Saturn bieten. Dort habe ich schon in der Vergangenheit eingekauft. Für HiFi Freaks und High Endanlagen dies die erste Adresse in Hamburg. Die Messe hatte samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr offen. Das Auto sollten Sie zu Hause lassen, es gibt kaum Parkplätze. Mit dem Zug fahren Sie zum Hauptbahnhof und von der Mönckebergstraße mit der Buslinie 3 zur Haltestelle Billhorner Mühlenweg. Von dort sind es dann etwa 5 Minuten zu Fuß zum Holiday Inn. Das Besondere für den Besucher: der Eintritt ist frei. Und so tummelten sich am Samstag, als ich zur Mittagszeit eintraf, viele hundert Menschen in der weitläufigen Hotelanlage. Es waren 240 Firmen als Aussteller vor Ort. Im Foyer bekam man interessante Infos zur Messe. Die Konferenzräume im Erdgeschoß wurden als Ausstellungsflächen für HiFi Anlagen benutzt. Zu jeder halbe Stunde wurden Besucher eingeladen, um an den Vorführungen teilzunehmen. Ein großer Aussteller war die Berliner Firma Burmester. Es war sehr voll in den Gängen und nach einiger Zeit folgte ich der Treppe zum ersten Stock. Hier waren zahlreiche Aussteller mit kleinen und mittleren Anlagen vertreten, die in leergeräumten Hotelzimmern untergebracht waren. Hier konnte man sich vor eine laufende HiFi Anlage in den Räumen setzen und eine Weile zuhören. Wenn Sie sich die Technik ansahen, so war Konventionelles gepaart mit neuester Computertechnik. In keinem Raum sah ich z.B. einen CD-Spieler in der Anlage integriert. Die Musik kam digital entweder von einem Streamer oder von einem Notebook. Auch die Besucher waren eher Herren im mittleren Alter. Frauen habe ich so gut wie keine gesehen. Auch die Musik, die gespielt wurde, war eher aus den 80er Jahren wie Pink Floyd mit „The Wall“ oder die Eagles mit „Hotel California“. Auch wenn viel computerisiert war, also wenn eine HiFi Anlage mit dem Tablet gesteuert wurde, gab es viele Zusammenstellungen, bei denen der Plattenspieler dominierte. Hier war es besonders spannend zuzuhören, da der Klang doch analog war. Letztendlich konnte man jedoch mit Gewissheit nicht sagen, ob eine Anlage rein analog vom Plattenspieler über Verstärker und Lautsprecher war, oder ob nicht versteckt irgendwo ein DSP werkelte. DSPs sind Digital Signal Prozessoren, also digitale Klangfilter, die z.B. die Wiedergabe eines Tieftöners beeinflussen. Ich sprach auch hin und wieder einen Firmenvertreter an, ob er die Marke meines Verstärkers kennen würde, die es leider nicht mehr gibt und was man bei zu geringen Bässen unternehmen konnte. Einige gaben Tipps, wie die Übergangswiderstände im Verstärker beseitigen. Wenn man sich für Plattenspieler interessierte, wurde man schnell fündig. So um die 3.000 EUR würde ein sehr guter kosten. Man kann auch locker 10.000 EUR für ein Paar Lautsprecher ausgeben. Im Ganzen wurde für jede Preisklasse die Ausstattung einer HiFi Anlage geboten. Im Foyer rundete ein CD-Verkauf die Messe ab. Wer sich nach Besichtigung der neuesten Modelle entschlossen hat, sich eine neue Anlage zuzulegen, kann dies in Hamburg auch tun.

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